Hintergrund & Analyse (Pazifik-Allianz-Länder)

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"Alles oder nichts": Chile zwischen Verfassungsreform, Aufstand und einer Pandemie

Gespräch mit Francisca Fernandez, "La Pancha", Mitglied der Bewegung für das Wasser und die Territorien und des feministischen Bündnisses Coordinadora Feminista 8M
Wie hat sich die aktuelle Krise auf Chile ausgewirkt? Welche Konflikte durchziehen heute das neoliberale Chile, gegen das die Bewegungen Widerstand leisten? Was wir heute erleben, ist sowohl eine verstärkte Sichtbarkeit als auch eine Verschärfung der Krise. Aus historischer... weiter

Peru: "Es geht um die Notwendigkeit radikaler Veränderungen"

Interview mit der kommunitären Feministin und Soziologin Lourdes Contreras aus Peru
In den vergangenen Wochen kam es im Andenstaat Peru zu einer Reihe von Protesten. Auslöser war die Absetzung von Präsident Martín Vizcarra durch den Kongress. Jedoch waren die Proteste nicht pro-Vizcarra-orientiert, sondern richteten sich gegen einen korrumpierten Kongress, der die politischen... weiter

Föderalismus, Landverteilung und der Kampf der Mapuche in Chile

Interview mit dem indigenen Gouverneurskandidaten für die Araucanía, Vicente Painel
Zum ersten Mal hat die Bevölkerung in Chile im April 2021 die Möglichkeit, die zuvor von der Zentralregierung ernannten Regionalgouverneure direkt zu wählen. Vicente Painel, Sie sind Mapuche und Kandidat für das Amt des Gouverneurs der Region Araucanía, dem Hauptgebiet der Mapuche-... weiter

Peru: "Denn uns haben sie nicht verschwinden lassen"

Der Angehörigenverband Anfasep kämpft für die Erinnerungsstätte in Ayacucho
Die peruanische Andenprovinz Ayacucho war in den 1980er Jahren ein Hauptschauplatz des internen bewaffneten Konflikts zwischen dem maoistischen Leuchtenden Pfad und dem Militär. Die Hinterbliebenenorganisation Anfasep setzt sich seit 1983 für die Aufklärung von Menschenrechtsverletzungen wie Fällen... weiter

Chile: "Ja zur neuen Verfassung" – und dann?

Ein Jahr nach Beginn der Proteste steht Chile vor dem Verfassungsreferendum
Am 25. Oktober werden die Chilen:innen in einem Plebiszit entscheiden, ob Chile eine neue Verfassung bekommt und wenn ja, wie sie ausgearbeitet werden soll: von einer vollständig neu zu wählenden verfassungsgebenden Versammlung oder einer, die sich je zur Hälfte aus gewählten Delegierten und... weiter

Transfeministische Vorschläge für eine neue Verfassung in Chile

Feministische und Organisationen sexueller Vielfalt wollen eine Verfassung gestalten, in der alle Platz haben, mit ihren Identitäten und anerkannten Rechten
Das Coronavirus hat viele Pläne geändert, auch den Zeitplan für eine neue Verfassung in Chile. Es war vorgesehen, dass 14 Millionen chilenische Staatsangehörige und wahlberechtigte Migrant:innen am 26. April an die Urnen gehen, um eine der wichtigsten Entscheidungen in der Geschichte der... weiter

Chile: Kampf um die Erinnerung – Der Sturz von Statuen im Kontext der sozialen Proteste

Das Niederreißen von Statuen hat eine wichtige symbolische Bedeutung: Das "Es reicht!" materialisiert sich in einer Aktion
Neun Monate nach Beginn der sozialen Revolte in Chile ist es wichtig, die Analyse der Mittel und Wege zu vertiefen, mit denen die Bevölkerung ihre Empörung zum Ausdruck bringt. Dabei erlangt die Tatsache, dass die Demonstranten sich dafür entschieden, Statuen im öffentlichen Raum niederzureißen,... weiter

Elon Musk, Bolivien und das Lithium-Puzzle in der Atacama-Wüste

Seinen Bolivien-Tweet ‒ "Wir werden putschen, gegen wen immer wir wollen" ‒ hat der Tesla-Chef gelöscht. Die Gier nach Lithium bleibt unstillbar
Am vergangenen 24. Juli kritisierte der in den USA residierende, südafrikanische Multimilliardär Elon Musk auf Twitter, eine Fortsetzung der finanziellen und sozialen Maßnahmen der US-Regierung zur Abfederung der Covid-19-Krise sei "nicht im besten Interesse der Bevölkerung". Worauf einer seiner... weiter

Migranten in Mexiko: Erst eingesperrt, dann ausgesetzt

Zentralamerikanische Migranten wurden in Sammelunterkünften festgehalten, während sich das Corona-Virus weiter ausbreitete
Die Zahl der an Covid-19 Erkrankten in Mexiko steigt täglich an. Bis Ende Juli hatten sich nach offiziellen Zahlen rund 416.000 Einwohner infiziert und mehr als 46.000 Menschen sind an den Folgen gestorben. Das Gesundheitsministerium diagnostiziert in mindestens 15 Bundesstaaten "maximale... weiter

Kolumbien: Bergbau- und Erdölfirmen finanzieren staatliche Sicherheitskräfte und Staatsanwaltschaft

Undurchsichtige Abkommen. Bevölkerung in betroffenen Gebieten klagt über Missbrauch und Verfolgung
Die Unterstützungsstruktur der Staatsanwaltschaft (EdA), die Streitkräfte und die Polizei in Kolumbien haben Kooperationsabkommen mit Unternehmen aus dem Bergbau- und Energiesektor geschlossen, um deren Sicherheit zu garantieren und Delikte zu ahnden. Aus den Zahlungen der Unternehmen werden aber... weiter

Netzwerke solidarischer Frauen in Chile

Wie sie sich organisieren, um inmitten der Pandemie ihren Nachbarn zu helfen
Sprecherinnen der territorialen Versammlungen der Gemeinden mit den höchsten Infektionsraten in der Metropolregion Santiago (Independencia, La Florida und der westliche Gürtel Estación Central, Maipú, Pudahuel Sur, Lo Prado und Cerro Navia ) berichten, wie sich die Solidaritätsnetze in diesen... weiter

Der Machismus in Mexiko unterliegt keiner Quarantäne

Frauen in Mexiko sterben eher durch Feminizide als am Coronavirus
Nach Jahren der Gewalt durch ihren Ehemann, nach der erfolglosen Erstattung von Anzeigen wegen Körperverletzung bei der Staatsanwaltschaft, die sie nur zu Versöhnung angehalten hatte, wusste Marcela BenítezName von der Redaktion geändert, dass sie nicht ungeschoren aus der vorgeschriebenen... weiter

Digitale Rebellen in Mexiko

Die Zapatisten in Mexiko nutzen Wissenschaft und digitale Medien für ihren Widerstand. Dies zeigt sich auch in der Coronakrise
Der Ejército Zapatista de Liberación Nacional, kurz EZLN (Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung) schloss am 16. März 2020 wegen der Gefahr durch das Coronavirus die autonom regierten Gemeinden im mexikanischen Bundesstaat Chiapas. In ihrer Deklaration schrieben die Zapatisten, dass sie die "... weiter

Die sechs Monate, die Chile verändert haben

Zwischenbilanz des Aufstands gegen die Prekarisierung des Lebens
Zwischen Oktober 2019 und April 2020 ereignete sich ein Umbruch auf dem Terrain und in der Dynamik des chilenischen Klassenkampfes. Seit dem 18. Oktober haben wir beobachtet, wie sich die Gesamtheit der sozialen und politischen Kräfte fast vollständig entfaltet hat, um Mehrheiten für ihre... weiter

Kolumbien in Zeiten der Corona-Pandemie

Die Ausbreitung des Virus trifft auf eine stark geschwächte Wirtschaft. Dekrete der Zentralregierung sind umstritten
In Kolumbien wurden die ersten Corona-Fälle am 6. März 2020 bestätigt. Präsident Iván Duque verhängte jedoch erst am 24. März strikte Ausgangbeschränkungen. Da am Montag, 23. März, ein Feiertag war, strömten an dem verlängerten Wochenende ab dem 20. März noch sehr viele Menschen auf die Straßen, um... weiter