Hintergrund & Analyse

Aktive Filter: Soziales (zurücksetzen)

Entwicklungsarbeit und Profit

Eigennutz des Exportgiganten steht ganz oben auf der BMZ-Agenda
Die jüngste Lateinamerika-Rundreise von Entwicklungshilfe-Minister Dirk Niebel hat erneut die Frage aufgeworfen, was deutsche “Entwicklungszusammenarbeit” (EZ) eigentlich will. Das Bild, das die breite Öffentlichkeit von der Arbeit der Entwicklungshelfer hat, ist das vom brunnenbohrenden, besorgten... weiter

Meinungsmache

26 Jahre nach dem Ende der Diktatur gilt in Argentinien ein neues Mediengesetz. Große Medienkonzerne laufen dagegen Sturm
Über die neuen Mediengesetze in einigen lateinamerikanischen Ländern berichteten die Lateinamerikanachrichten vor wenigen Monaten (LN 428). In Argentinien sind nun erste Auswirkungen der neuen Regelungen zu spüren. Stadtteilprojekte bekommen erstmals unbürokratisch Sendelizenzen für... weiter

Hunderte Tote in Haiti wegen Cholera

Brief eines argentinischen Arztes, der Mitglied der kubanischen Ärztebrigade in Haiti ist
Es folgt der Brief eines argentinischen Arztes, der an der ELAM (Lateinamerikanische Hochschule für Medizin in Kuba) seinen Abschluss gemacht hat und Mitglied der kubanischen Ärztebrigade in Haiti ist. Der Brief wurde vor dem Eintreffen des Hurrikans geschrieben; er berichtet von der Verseuchung... weiter

Ende der Ära Kirchner?

Versuch einer Bilanz
Der Tod Néstor Kirchners hat nicht nur in Argentinien, sondern auch in ganz Lateinamerika eine große Resonanz ausgelöst. Offene Kritik an seiner Politik wurde selbst von konservativer Seite selten bzw. sehr verhalten formuliert, es überwiegen bislang die – teilweise heroisierenden – Stimmen, die... weiter

"ALBA auf die übrige Region ausdehnen"

Rede von Raúl Castro zum 10. Jahrestag der Kooperationsabkommen mit Venezuela
Rede des Armeegenerals Raúl Castro Ruz, Zweiter Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas und Vorsitzender des Staats- und des Ministerrates, auf der Gedenkveranstaltung zum Zehnten Jahrestag der Unterzeichnung des Integralen Kooperationsabkommens zwischen Kuba und Venezuela, am... weiter

Nicaragua träumt vom Kanal

Die Grenzziehung bei Google-Maps wärmt einen alten Konflikt wieder auf
Die Besetzung der Insel Calero im Mündungsdelta des Rio San Juan durch nicaraguanisches Militär schreibt einen Jahrhunderte alten Grenzkonflikt in Zentralamerika fort. Für Nicaragua geht es dabei um nicht mehr und nicht weniger als die Verwirklichung des nationalen Traums vom transozeanischen Kanal... weiter

Soziale Explosion in Frankreich

Essay von Ignacio Ramonet zu den Protesten gegen die Sozialkürzungen in Frankreich
Es ist wahrlich keine Überraschung. Seit mehr als zwei Jahrhunderten liegt der Protest im politischen Gen der französischen Gesellschaft. Es ist natürlich ein verfassungsmäßiges Recht, und  Demonstrationen und Streiks gehören zur Ausübung der Bürgerpflicht. Für jede neue Generation bedeutet... weiter

Enteignungen in der Bauwirtschaft

Venezuela enteignet weitere Bauunternehmen, um den Wohnungsbau anzukurbeln
Am Sonntag hat Venezuelas Präsident Chávez das Unternehmen Siderúrgica del Turbio (Sidetur) enteignet, das mehrere Produktionsstätten im Land unterhält und das 40 Prozent allen Baustahls für Venezuela produziert. In einer weiteren Maßnahme sind sechs Wohnungsbaugesellschaften enteignet worden.... weiter

Falsche Rezepte und verzerrte Realitäten

Anmerkungen zur deutschen Debatte um Reformen in Kuba
Havanna. Empfehlungen westlicher Metropolen, wie man sich zu entwickeln habe, erhielten die Bewohner der Karibikinsel seit ihrer 'Entdeckung', die als Ouvertüre zur europäischen Kolonialisierung des amerikanischen Kontinents diente. Die spanische Krone versuchte - letztendlich... weiter

Ungereimtheiten, Widersprüche und offene Fragen

Putschversuch oder spontane Eskalation in Ecuador?
Quito. Die Ereignisse vom 30. September in Ecuador werden aller Voraussicht nach als Putschversuch gegen die Regierung Correa in die Geschichte eingehen. An diesem Tag hatten Teile der Polizei der Hauptstadt einen Aufstand geübt und den Präsidenten vorübergehend in einem... weiter

"Hoffen wir, dass der Präsident die Situation zur Korrektur nutzt"

Interview mit Alberto Acosta, Ex-Präsident der Nationalversammlung Ecuadors, vom 2. Oktober 2010
Der Ökonom Alberto Acosta (*Quito 1948) gilt als einer der ideologischen Köpfe der »Revolución Ciudadana« (Bürgerrevolution) von Rafael Correa. Er war Mitbegründer der Partei des Präsidenten, der »Alianza País« und zwischen Januar und Juli 2007 Minister für Energie und Bergbau. Seine Distanzierung... weiter

"Der angebliche Putsch, die Demokratie und die indigenen Organisationen"

Erklärung der Konföderation der Indigenen Nationalitäten Ecuadors (CONAIE) vom 6. Oktober 2010 zu den Vorwürfen, von USAID und NED finanziert zu werden
Die Konföderation der Indigenen Nationalitäten Ecuadors (CONAIE) und der (parlamentarische) Block Pachakutik weist die Behauptung, die in den letzten Tagen im Zusammenhang mit den Geschehnissen des 30. September 2010 veröffentlicht wurden, die indigenen Organisationen seien von USAIDUSAID: United... weiter

"Wir rufen auf zur Einheit der sozialen Organisationen zur Schaffung einer plurinationalen Demokratie der Völker"

Erklärung der Konföderation der Indigenen Nationalitäten Ecuadors (CONAIE) vom 30. September 2010 zum Putschversuch in Ecuador
Ein Prozess des Wandels, je schwächer er ist, trägt früher oder später das Risiko in sich besiegt zu werden oder sich mit der Rechten zu vereinen, wenn sich Zusammenschlüsse der sozialen Bereiche der Bevölkerung nicht stabilisieren lassen, diese sich organisieren und ihren progressiven Gehalt... weiter

Um Spanien steht es schlecht

Essay von Ignacio Ramonet zu den Folgen der Wirtschaftskrise
Der soziale Frieden ist beendet. Der Generalstreik gegen die Arbeitsmarktreform der Regierung von Jose Luis Zapatero vom 29. September war wahrscheinlich der Auftakt zu stürmischen Zeiten. Die Regierung hat versprochen, dem Kongress noch vor Jahresende eine Gesetzesvorlage zu präsentieren, die das... weiter

Keine Niederlage, aber auch kein großartiger Sieg

Analyse des Politikwissenschaftlers Dario Azzellini zur Parlamentswahl in Venezuela
Am 26. September 2010 fanden in Venezuela Wahlen zur Nationalversammlung statt. Die sozialistische Regierungspartei PSUV von Präsident Hugo Chávez gewann gemeinsam mit kleineren Bündnispartnern 98 der 165 Sitze, das breite Oppositionsbündnis MUD (Mesa de la Unidad Democrática) errang 65 Sitze und... weiter