Hintergrund & Analyse (Wirtschaft)

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Staatssozialismus auf Ölbasis?

Verstaatlichungen oder "nacionalizaciones" haben in Lateinamerika eine lange Tradition, sind aber an sich keine Zauberformel zur Überwindung der ökonomisch prekären Verhältnisse.
Die Verstaatlichungen von Minen, Land-, Forst- oder Ölwirtschaft ereigneten sich in Lateinamerika während der letzten Jahrzehnte bestenfalls im Kontext eines bürgerlich- demokratischen Staatsumbaus und verliefen äusserst widersprüchlich: Sie suggerierten einerseits ein befreiendes "nationales... weiter

Abwendung vom Petrodollar

Iran, Venezuela und Rußland lösen sich im Energiehandel von US-Währung. Die US-nahe Presse reagiert umgehend.
Nun gehen die Pariastaaten in die Gegenoffensive. Kurz nacheinander haben Rußland und Iran angekündigt, ihre Energiereserven künftig über eigene Ölbörsen zu vermarkten. Damit soll die historische Abhängigkeit vom US-Dollar gelockert werden. Nur eine Woche, nachdem US-Vizepräsident Richard Dick... weiter

Neue Linke gestärkt

Südamerika besiegelt den "Handelsvertrag der Völker"
Was wurde nicht alles über sie behauptet. Die Allianz aus alter und neuer Linken könne niemals funktionieren, hieß es. Zu tief seien die Unterschiede zwischen den beiden Partnern. Zumal sie aus völlig unterschiedlichen Regionen stammten. Am Wochenende haben sie alle Kritiker eines Besseren belehrt... weiter

Eine "Bolivarische Alternative für Amerika"

Bolivien, Kuba und Venezuela unterzeichnen "Handelsvertrag der Völker" (TCP)
Kuba, Venezuela und Bolivien haben am Samstag in Havanna ein Handelsabkommen gegen die USA-Pläne für eine panamerikanische Freihandelszone geschlossen. "Das Imperium hat erneut eine Niederlage erlitten", jubelte jetzt in Havanna die "Granma". Gescheitert sei der Versuch der USA, Kuba, Venezuela und... weiter

Chávez auf pragmatischem Kurs

Trotz Differenzen boomt der Handel zwischen Venezuela und den USA
Nachdem Washington letzte Woche die Schaffung eines neuen Spionagebüros zur Überwachung Kubas und Venezuelas angekündigt hat, spricht Präsident Hugo Chávez von einer neuen Eskalation der politischen Auseinandersetzungen. Auf das wirtschaftliche Terrain wirken sich die politischen Scharmützel bisher... weiter

Rückzug nach vorne

Der Austritt Venezuelas aus IWF und Weltbank ist eine Folge des Interventionismus der letzten Jahrzehnte
Seit Jahren ist Venezuelas Präsident Hugo Chávez als scharfer Kritiker nicht nur der USA bekannt. Auch das Regime der Bretton-Woods-Organisationen (1) stand im Visier des Südamerikaners. Internationaler Währungsfonds ( IWF (2)) und Weltbank (3) seien durch ihre konditionierte Vergabe von Krediten... weiter