Nachrichten (Argentinien, Menschenrechte)

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Lebenslange Haftstrafen für Ex-Geheimdiensbeamte der Diktatur in Argentinien

Urteile wegen Entführung, gewaltsamen Verschwindenlassens, Folter und Mordes an Mitgliedern der Stadtguerilla Montoneros
San Martín. Fünf hochrangige ehemalige Beamte des militärischen Geheimdienstes in Argentinien sind schuldig gesprochen worden wegen Verbrechen gegen die Menschheit während der Diktatur (1976 ‒ 1983). Ein Gericht in San Martín verurteilte vergangene Woche Luis Angel Firpo,... weiter

Indigene Mapuche in Chile gründen eigene Polizei

Mapuche Versammlung
Mapuche-Gemeinschaften nehmen ihre Sicherheit selbst in die Hand. Polizei soll auch für indigene Rechtssprechung zuständig sein. Sprecher der Regierung betont Gewaltmonopol des Staates
Temucuicui/Ercilla. Die indigenen Mapuche-Gemeinschaften von Temucuicui und Ercilla haben beschlossen, eine eigene Polizei aufzubauen. Sie reagieren damit auf wiederholte Gewalt und Aggressionen durch die chilenische Polizei, so die Initiator:innen. Die Entscheidung fiel bei einer... weiter

Argentinien: Politiker und soziale Organisationen fordern Freiheit für Milagro Sala

Offener Brief prangert "lawfare" an. Kundgebungen in Jujuy und Buenos Aires. Kriminalisierung sozialer Bewegungen geht weiter
Buenos Aires/San Salvador de Jujuy. Am fünften Jahrestag der Verhaftung der sozialen Aktivistin Milagro Sala ist es zu Kundgebungen für ihre Freilassung gekommen. Sowohl in der Hauptstadt von Salas Heimatprovinz Jujuy als auch in der Bundeshauptstadt gingen Tausende Menschen auf... weiter

Chile: Urteile im Mordfall Catrillanca von massivem Polizeieinsatz überschattet

Parallel zur Urteilsverkündung führt Polizei Großeinsatz in Mapuche-Gemeinden durch. Staatsanwaltschaft spricht von "Zufall" des Zeitpunkts
Angol/Ercilla. Ein Gericht in Angol hat den ehemaligen Polizisten Carlos Alarcón des Mordes an dem Mapuche Camilo Catrillanca sowie des versuchten Mordes an Catrillancas minderjährigem Neffen schuldig gesprochen. Sieben weitere Polizisten wurden zudem wegen Behinderung der Justiz... weiter

"Es ist Gesetz": Schwangerschaftsabbruch in Argentinien legal

Nach jahrzehntelangem Kampf der Frauenbewegung stimmt der Senat für Legalisierung der Abtreibung bis zur 14. Schwangerschaftswoche
Buenos Aires. Der argentinische Senat hat am gestrigen Mittwoch um 4:12 Uhr Ortszeit in einer historischen Abstimmung den Gesetzentwurf für einen freiwilligen Schwangerschaftsabbruch angenommen. Mit 38 Stimmen dafür, 29 dagegen und einer Enthaltung macht das Oberhaus des Parlaments... weiter

Anklage gegen Ex-Geheimdienstchef von Argentinien erhoben

Abhörskandal der Ex-Regierung Macri weitet sich aus. Beobachter warnen vor noch intakten "Lawfare"-Netzwerken
Buenos Aires. Das Bundeskammergericht in La Plata hat die Anklage gegen den Leiter des argentinischen Geheimdienstes unter der Präsidentschaft Mauricio Macris, Gustavo Arribas, und dessen rechte Hand Silvia Majdalani wegen illegaler Spionagetätigkeiten bestätigt. In dem Fall geht... weiter

Weitere Gerichtsurteile in Argentinien gegen Folterer der Militärdiktatur

Elfmal Lebenslang und fünf langjährige Haftstrafen für Verantwortliche der Brigade San Justo wegen Verbrechen gegen die Menschheit
La Plata. Ein Bundesgericht in der Provinz Buenos Aires hat 16 Personen wegen Verbrechen gegen die Menschheit während der argentinischen Militärdiktatur (1976-1983) verurteilt. Fünf ehemalige Mitglieder der Provinzpolizei von Buenos Aires, fünf frühere Militärangehörige und ein Ex-... weiter

Proteste und Diskussionen nach Zwangsräumung in Argentinien

4.000 Polizisten mit Gummigeschossen und Tränengas gegen 1.400 prekär niedergelassene Familien. Kritik von Menschenrechtsgruppen. Staat verspricht Hilfe
Buenos Ares. Tausende Personen haben im Zentrum der argentinischen Hauptstadt gegen die gewaltsame Landräumung in der Ortschaft Guernica demonstriert. An den Protesten beteiligten sich neben direkt Betroffenen auch zahlreiche soziale Organisationen, linke Gruppen sowie Vertreter... weiter

Polizei in Argentinien zwischen Protesten und dem Fall Castro

Bewaffnete Demonstrationen von Polizisten. Lohnerhöhungen zugesagt. Provinzpolizei weiter im Verdacht, für Tod Castros verantwortlich zu sein
Buenos Aires. Angehörige der Polizei der argentinischen Provinz Buenos Aires haben ihre Proteste beendet, nachdem Gouverneur Axel Kicillof und Staatspräsident Alberto Fernández die Erhöhung von Gehältern und Zulagen angekündigt haben. Zuvor hatten uniformierte und bewaffnete... weiter

Sterbliche Überreste des verschwundenen Facundo Castro in Argentinien identifiziert

Ermittlungen kamen erst nach Intervention von Präsident Fernández in Gang. Letzter bekannter Aufenthalt des Toten war im Gewahrsam der Polizei
Buenos Aires. Die Bundesrichterin María Gabriela Marrón hat der Familie Castro bestätigt, dass eine am 15. August gefundene Leiche als die sterblichen Überreste ihres Sohnes identifiziert worden sind. Der 22-jährige Facundo Castro war am 30. April an einer Bundesstraße nahe des... weiter

Fall des verschwundenen Facundo Castro bewegt Argentinien

Mutter traf sich in dieser Woche mit Präsident Fernández und Gouverneur Kicillof. Familie und Anwälte gehen von Tod Castros aus. Viele Ungereimtheiten bei Ermittlungen
Buenos Aires. Knapp vier Monate, nachdem Facundo Castro zuletzt gesehen wurde und nach letzten Erkenntnissen Opfer eines gewaltsamen Verschwindenlassens durch staatliche Sicherheitskräfte wurde, ist es am Donnerstag in der argentinischen Hauptstadt ein weiteres Mal zu Protesten... weiter