Hintergrund & Analyse

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Schattenbericht: Glencore in Kolumbien

Nichtregierungsorganisationen über die Nachhaltigkeit der Operationen der weltgrößten Unternehmensgruppe im Rohstoffhandel in Kolumbien
Dieser Bericht versteht sich als ein Beitrag zu den Aufgaben der Zivilgesellschaft, die Geschäfte von großen Unternehmen und transnationalen Konzernen zu beobachten und deren Verantwortlichkeit einzufordern. Es geht dabei insbesondere um die vielfältigen Auswirkungen, die große Konzerne weltweit in... weiter

Geschmierte Eliten

Angesichts des Ausmaßes der aktuellen Korruptionsfälle steht die Glaubwürdigkeit der kompletten politischen Elite Chiles auf dem Spiel
Die Barrikaden brennen, die Umfragewerte sind im Keller. 180.000 Menschen demonstrierten am 16. April landesweit gegen die Regierung Michelle Bachelets und die, wie die aktuellen Fälle zeigen, großteils korrupte politische Elite des Landes. Bachelet kündigt harte Antikoruptionsmaßnahmen und auch... weiter

Indigene Gemeinden in Guatemala im Kampf um ihre Rechte

Im Namen nachhaltiger Energiegewinnung wird die Übernahme von Land und Ressourcen in indigenen Gebieten durch transnationale Unternehmen gefördert
Zurzeit sind in Guatemala zehn Menschenrechtsaktivisten aus dem Norden Huehuetenangos in Haft. Laut ihren Aussagen und denjenigen der Angehörigen und Bekannten in ungerechtfertigter Weise. Insgesamt wurden 20 Anführer des Widerstands verhaftet und verbrachten Monate im Gefängnis bzw. befinden sich... weiter

Fidel Castro – "Das letzte Relikt des Kalten Krieges"

Mit der Darstellung Kubas als anachronistisches System soll der "real existierende" Kapitalismus als alternativlos dargestellt werden
Der Student der Kommunikationswissenschaft, Kerem Schamberger, untersuchte im Rahmen seiner Bachelorarbeit am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung (IfKW) der Ludwig-Maximilians-Universität München die Berichterstattung der Tageszeitungen "Die Welt" (DW), "Süddeutsche... weiter

Die lateinamerikanischen Wurzeln der Partei Podemos

Die spanische Gruppierung greift auf die Lehren der lateinamerikanischen Linken zurück
"Unsere Leute gewinnen hier", hieß es in einer Mitteilung von Pablo Iglesias an Íñigo Errejón Anfang Dezember 2005. Iglesias befand sich in Bolivien und konnte dort den Ablauf der Präsidentenwahl aus der Nähe beobachten. Als spanischer Politikwissenschaftler und amtierender Vorsitzender der linken... weiter

Grüner Kolonialismus in Honduras

Land Grabbing im Namen von Klima- und Umweltschutz
In Honduras machen sich die Widersprüche, Gefahren und kolonialen Muster aktueller Klima- und Umweltstrategien bemerkbar. Die zwei bedeutendsten Klimaschutzinstrumente stellen in dem zentralamerikanischen Land der Clean Development Mechanism (CDM) des Emissionshandels und das Waldschutzprogramm... weiter

Regime-Change humanitär

Ein Kernelement der internationalen Kampagne gegen Venezuela besteht darin, die Urheberschaft für gewalttätige Übergriffe umzukehren. Dabei haben auch international angesehene Menschenrechtsorganisationen ihren Auftritt
Am 18. Dezember veröffentlichte der Journalist Sandro Benini im Schweizer "Tagesanzeiger" eine Großattacke auf die Parlamentarische Gruppe Schweiz-Alba, einen Zusammenschluss vorwiegend sozialdemokratischer und grüner Parlamentarierinnen und Parlamentarier, die aus einem solidarischen Interesse die... weiter

Lateinamerika nach dem Gipfel

Der argentinische Politikwissenschaftler Juan Manuel Karg zieht ein Resümee des 7. Amerikagipfels in Panama
Erste Schlussfolgerung: Der Block der 33 Länder, die die CELAC (Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten) bilden, ging gestärkt aus dem Treffen in Panama hervor. Ein Bild kann das bezeugen: Nachdem er Raúl Castro gehört hatte und bevor Cristina Fernández de... weiter

Ein widerspenstiger Kontinent in Panama

Washington bestimmt nicht mehr die lateinamerikanische und karibische Tagesordnung, auch wenn es sie beeinflussen kann
Die lateinamerikanischen Staats- und Regierungschefs nutzten die Anwesenheit ihres nordamerikanischen Amtskollegen Barack Obama, um ihn für die Politik seiner Regierung gegenüber den Ländern der Region zu kritisieren. Der bolivianische Präsident machte Washington dafür verantwortlich, dass der 7.... weiter

Der Fall Nisman und die "vergessenen" Wikileaks-Depeschen

Es ist erstaunlich ruhig geworden um den am 18. Januar tot aufgefundenen argentinischen Staatsanwalt Alberto Nisman. Denn die neuen Ermittlungsergebnisse passen nicht ins Narrativ der bürgerlichen Presse
Zuvor beherrschten Schlagzeilen die Titelseiten, die mehr oder weniger direkt die argentinische Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner für seinen Tod verantwortlich machten, und die rechte Opposition sowie relevante Teile des Justizapparates riefen zu Solidaritätsmärschen à la "Je suis Nisman"... weiter

Was steht bei dem Amerika-Gipfel in Panama auf dem Spiel?

Der argentinische Politikwissenschaftler Juan Manuel Karg analysiert die Konfliktlinien des Amerika-Gipfels in Panama
Der Amerika-Gipfel wurde im Jahr 1994 unter der Schirmherrschaft der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) auf Initiative des damaligen US-Präsidenten Bill Clinton mit dem Ziel ins Leben gerufen, die von konservativen Regierungen dominierte Region in einem globalen Ambiente der US-Hegemonie zu... weiter

Obama isoliert im "Hinterhof"

Mit den jüngsten Sanktionen hebt die US-Regierung die Konfrontation mit Venezuela auf eine neue Stufe
Die US-Regierung erklärt Venezuela kurzerhand zur "Bedrohung" und sorgt dafür, dass die Regierung von Nicolás Maduro Rückendeckung aus ganz Lateinamerika erhält. Der venezolanische Präsident lässt sich als Reaktion darauf vom Parlament erneut dazu bevollmächtigen, per Dekret zu regieren. Das Land... weiter

Nestlé, die Streitkräfte und Kolumbien

Der Schweizer Lebensmittel-Multi Nestlé spionierte NGO´s nicht nur aus, sondern entwickelte mit Unterstützung ehemaliger Militärs regelrechte Kampagnen, um seine Kritiker zu isolieren
Freiheit ist das Recht, den Leuten zu sagen, was sie nicht hören wollen. (George Orwell) Nicht alles, mit dem man konfrontiert ist, kann man verändern. Aber man kann nichts verändern, solange man sich damit nicht konfrontiert. (James Baldwin) Im Juni 2014 publizierten das Global Policy Forum, Brot... weiter

Das Abtreibungsverbot und seine tödlichen Folgen

In Brasilien ist – wie in vielen lateinamerikanischen Ländern – der Umgang mit unerwünschten Schwangerschaften stark umkämpft. Obwohl jedes Jahr zahllose Frauen an der Folgen einer illegalen Unterbrechung sterben, machen die großen Kirchen Stimmung gegen eine Ende des Abtreibungsverbots
Ende August 2014 schockierten Brasilien die Todesfälle von Jandira Magdalena dos Santos Cruz und Elizângela Barbosa. Beide Frauen waren um die 30 Jahre und Mütter von mehreren Kindern. Jandiras verbrannte Leiche wurde in einem verlassenen Auto in Rio de Janeiro gefunden. Die Hände und Füße... weiter

Venezuela (be)droht

Venezuela droht mit dem Beispiel: dass ein Land die Rohstoffe und die Schwerindustrie auf demokratischen Wegen zum Nutzen seiner Bevölkerung einsetzen kann
1 Wie kann Venezuela für eine "außerordentliche und außergewöhnliche Gefahr für die nationale Sicherheit und Außenpolitik der USA" gehalten werden? Wir sind ein mittelgroßes Land mit bescheidener industrieller Entwicklung, konventioneller Bewaffnung, einer moderaten Anzahl an... weiter