Hintergrund & Analyse (Umwelt)

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Brasiliens Stichwahl: Letzte Chance für den Amazonas?

Unter Bolsonaro Beschleunigung der Entwaldung, Militarisierung und Freibrief für den Bergbau
Die brasilianische Präsidentschaftsstichwahl am 25. Oktober 2026 steht im Fokus internationaler Umweltdebatten, weil das Ergebnis weitreichende Folgen für den Amazonas und die globale Klimapolitik hat. Der konservative Kandidat Flávio Bolsonaro, Sohn des ehemaligen Präsidenten Jair Bolsonaro,... weiter

Brasilien: "Wenn wir nicht kämpfen, verlieren wir alles"

Interview in Berlin mit Marli Borges und Diogo Cabral zum Pestizidkrieg der Agrarindustrie in Maranhão
Anlässlich der Vortragsrunde "Der Pestizidkrieg der Agrarindustrie in Maranhão" am 14. September in Berlin sprach Lateinamerika Nachrichten mit zwei Mitgliedern der Delegation aus dem brasilianischen Bundesstaat Maranhão. Dabei berichteten Marli Borges von der Quilombola-Bewegung von Maranhão (... weiter

Illegale Goldminen in Peru bedrohen Amazonasgebiet und Indigene

Expansion krimineller Gruppen und wachsender illegaler Goldexport bei steigenden Preisen
Der illegale Bergbau zerstört in Peru riesige Flächen Regenwald und breitet sich zunehmend weiter aus. Offizielle Zahlen verdeutlichen seine Bedeutung: Nach Angaben von CooperAcción stieg die Zahl der Anzeigen von rund 800 im Jahr 2020 auf über 2.500 im Jahr 2024.  Neben der fortschreitenden... weiter

Argentinien ist nicht zu verkaufen

Eine gesellschaftliche Mehrheit stoppt den Landverkauf an ausländische Investor:innen
Der Gesetzentwurf der Regierungspartei wurde dem Senat ohne seinen zentralen Teil vorgelegt: die Reform des Grundstücksgesetzes, die den Erwerb von ländlichen und städtischen Grundstücken durch auswärtige Käufer:innen erleichtern sollte. Während der Sitzung wurde ein weiteres Kapitel gestrichen,... weiter

Das schmutzige Gold der Finanzmärkte

Goldpreis steigt. London profitiert. Bergbaugemeinden verlieren ihre Lebensgrundlagen
Die drückende Hitze im Konferenzsaal in London hinderte die indigene Anführerin Jackeline Mendoza Díaz nicht daran, die Verwüstung des peruanischen Amazonasgebiets anzuprangern. Ihre Stimme zitterte zeitweise vor Emotionen, doch sie vermittelte eine eindringliche Botschaft und zeichnete ein Bild... weiter

Tote Wale für deutsches Gas in Argentinien

Flüssigerdgas-Terminals in Patagonien finanziert durch deutsche Kreditgeber bedrohen ein ganzes Ökosystem
Im Golfo San Matías sind regelmäßig zahlreiche Meeressäuger zu beobachten. Der Bau von Gasterminals und Ankerpunkten für sechs riesige Transportschiffe könnte zerstörerische Auswirkungen auf ein wichtiges Ökosystem und enormen Einfluss auf den Klimawandel haben. Auch deutsche Geldgeber spielen... weiter

"Diktatur des Bergbaus" in Argentinien: Der Widerstand von Andalgalá

Gemeinden kämpfen ums Überleben gegen eine übermächtige Allianz aus Politik, Justiz, Wirtschaft und Medien
Ein zwei Kilometer langes und fast einen Kilometer tiefes Loch klafft in der Bergkette von Andalgalá in den argentinischen Anden. 1997 wurde dort La Alumbrera in Betrieb genommen, das erste Bergbauprojekt in Lateinamerika, das Gold, Kupfer und Molybdän in dieser Größenordnung abbaut. Es markiert... weiter

Umweltkrise und Hunger: Ein dunkler Horizont in Lateinamerika und der Karibik

Die Region läuft Gefahr, ein Modell der Abhängigkeit zu reproduzieren, anstatt aktiv die Autonomie in Einheit aufzubauen
Die Naturkatastrophen, die durch die globale Erwärmung noch verschärft werden, treffen den gesamten Planeten immer wieder. Auch in den letzten Jahren litt Lateinamerika unter den Auswirkungen der Klimakrise. Die Aussichten der Region sind weiterhin getrübt durch das geringe Wachstum, die soziale... weiter

Argentinien: Das "Nein" zu thermischen Kraftwerken in Brandsen hat gesiegt

Anlage birgt Gefahr der Wasser- und Luftverschmutzung in der größten Gartenbauregion des Landes
Das Projekt zum Bau thermoelektrischer Kraftwerke in Brandsen (Provinz Buenos Aires) hat in der Öffentlichkeit Ablehnung hervorgerufen und zu Beschwerden über den Mangel an öffentlich zugänglicher Information geführt. Die Anlage birgt die Gefahr der Wasser- und Luftverschmutzung in der größten... weiter

Chile: Die Landfrage und die Frage nach einer verschwundenen Mapuche

Julia Chuñil ist verschwunden. Sie hatte das Land eines Nachfahren deutscher Siedler besetzt. Der Fall öffnet unverheilte Wunden im Süden des Landes
Seit bald vier Monaten ist die Mapuche Julia Chuñil verschwunden. Die Frau lebte in einem einfachen Holzhaus, hütete ein paar Hühner, Kühe und Schweine und besetzte dabei das Land eines Großgrundbesitzers deutscher Herkunft. Letzteres sollte ihr zum Verhängnis werden, so klagen zumindest... weiter

Costa Rica: "Del Monte verletzt die Rechte der Bribri"

Die Folgen des Ananas-Booms für Indigene Territorien in dem mittelamerikanischen Land
Lesner Figueroa Lázaro ist Sprecher des Consejo Ditsö Iríria Ajkönuk Wakpa (CODIAW), dem Selbstverwaltungsrat der Indigenen Bribri im Territorium Salitre im Süden Costa Ricas. Im LN-Interview berichtet er darüber, wie Land und Traditionen der Bribri durch die Ausweitung von Ananasplantagen bedroht... weiter

Brasilien: Die Bilanz einer "gefangenen" Regierung

Analysten bewerten die erste Hälfte der Amtszeit Lulas und geben Prognosen für die nahe Zukunft ab
Der Jahreswechsel markiert den Beginn der zweiten Hälfte der dritten Regierung von Präsident Luiz Inácio Lula da Silva. Sie wurde 2022 von einer breiten Front von Parteien gewählt, die den Bolsonarismus bei den Wahlen besiegten und, wie jetzt bekannt ist, einen koordinierten Putschversuch... weiter

Waldbrände in Brasilien, Bolivien und Paraguay: Die Folgen des Agrargeschäfts

Ausdehnung der landwirtschaftlichen Flächen für Monokulturen und Viehzucht verantwortlich
Monokulturen und Viehzucht sind verantwortlich für den Rauch, der in einem Dutzend Provinzen Argentiniens zu spüren ist. Diese Problematik wird von Organisationen und Forschern aus Brasilien, Bolivien und Paraguay angeprangert. Sie sehen die Ursache in der Ausdehnung der landwirtschaftlichen... weiter

COP16 bringt Erfolg für Afro- und Indigene Gemeinschaften, scheitert aber an Finanzierung

Zentrale Fragen unbeantwortet: Wer stellt die notwendigen Mittel bereit? Wie wird die Einhaltung der Beschlüsse überprüft?
Die UN-Biodiversitätskonferenz im kolumbianischen Cali endet nach zähen Verhandlungen in der sogenannten "blauen Zone" am Samstag ohne Abschlusserklärung. Die Konferenz, die vom 21. Oktober bis zum 2. November stattfand, sollte dazu dienen, Wege gegen das Artensterben zu finden und die globalen... weiter

Venezuela: Urbane Landwirtschaft im Herzen von Caracas

Urbane Gärten, die sich an den in der kubanischen Sonderperiode entwickelten Methoden orientieren, werden zur Förderung der Ernährungssicherung eingesetzt
Der Garten Organoponico Bolívar 1 Organopónicos oder Organoponik ist ein System der städtischen Landwirtschaft mit biologischen Gärten, das seinen Ursprung in Kuba hat. Siehe amerika21, Kuba: Städtische Agrarwirtschaft mit großem Erfolg ist ein ca. 0,8 Hektar großes Grundstück eingekeilt zwischen... weiter