Nachrichten (Südamerika, Soziales)

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Megagesetz in Chile begünstigt Reiche und erhöht Ungleichheit

Chilenisches Parlament
Steuersenkungen sollen Wachstum bringen. Opposition warnt vor geringeren Staatseinnahmen und Zerstörung sozialer Errungenschaften. Zustimmung im Senat nicht sicher
Santiago de Chile/Valparaíso. Am vergangenen Mittwoch hat das Parlament in Chile die Megareform "Plan für den Nationalen Wiederaufbau" von Präsident José Antonio Kast mit 90 zu 59 Stimmen angenommen. Die Oppositionsparteien stimmten geschlossen gegen das Gesetz. Die Partei PDG (... weiter

Blockaden und Versorgungsengpässe in Bolivien

Seit zwei Wochen dauern Straßensperren und Proteste an. In La Paz und El Alto fehlen Lebensmittel, Gas und Medizin. COB verlangt den Rücktritt von Präsident Rodrigo Paz
La Paz. Nach zwei Wochen anhaltender Straßenblockaden und Proteste verschärft sich die politische und soziale Krise in Bolivien. Besonders betroffen ist dabei La Paz, wo es zu zunehmenden Versorgungsengpässen und gewaltsamen Auseinandersetzungen kommt. Die Protestierenden fordern... weiter

Massenproteste in Argentinien gegen Mileis Unikürzungen

Bis zu 1,5 Millionen Menschen auf der Straße. Regierung spricht von "politisch motivierten" Demonstrationen und weigert sich, auf Forderungen einzugehen
Buenos Aires et al. Zahlreiche Menschen sind am Dienstag in Buenos Aires und anderen Landesteilen von Argentinien auf die Straße gegangen, um gegen die Budgetkürzungen des rechten Staatspräsidenten Javier Milei an den öffentlichen Hochschulen zu protestieren. Nach Schätzungen... weiter

Polizei räumt Besetzung im Rektorat der USP in Brasilien

Einsatz in São Paulo am frühen Sonntagmorgen. Dutzende Beamte setzen Schlagstöcke und Tränengas ein. Fünf Studierende verletzt, 150 vorübergehend festgenommen
São Paulo. Gewaltsam hat die Militärpolizei des Bundesstaats São Paulo am frühen Sonntagmorgen die Besetzung der Zentralhalle des Rektorats der öffentlichen Universität von São Paulo (USP) durch streikende Studierende beendet. Auf in sozialen Medien veröffentlichten Bildern sind... weiter

Wahlkampf in Brasilien: Lula stellt neues Entschuldungsprogramm vor

Regierung strebt wirtschaftliche Erholung und Entlastung für sozial Benachteiligte an. Kritiker bemängeln, dass Ursachen der Verschuldung nicht adressiert werden
Brasília. Die Regierung von Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat am Montag ein neues Programm zur Umschuldung von Familien, Studierenden, Rentnern und kleinen Unternehmen vorgestellt. Ziel ist es, die hohe Verschuldung von Millionen Brasilianern zu verringern und die... weiter

Regierung von Chile will Bildungsetat um 15 Prozent kürzen

Dokument aus dem Finanzministerium sieht den Abbau von Programmen vor. Größter Posten ist die Schulspeisung. Lehrerverband, Opposition und Studierende protestieren
Santiago de Chile. Der chilenische Finanzminister Jorge Quiroz hat Einsparungspläne für das Bildungssystem vorgelegt, die im gesamten Bereich Einschnitte sowohl für Lehrende als auch für Schüler:innen und Studierende bedeuten könnten. Die geplanten Kürzungen sind auf breite Kritik... weiter

"Die bolivarische Regierung ist in Venezuela weiter an der Macht"

Interview mit Carsten Hanke vom Weltfriedensrat: Neue Gesetze zu Erdöl und Bergbau in Venezuela sind ein Rückschritt, haben aber möglicherweise einen Krieg verhindert
Caracas. Thorben Austen aus der Redaktion von amerika21 interviewt Carsten Hanke vom Weltfriedensrat in Caracas. a21: Sie befinden sich aktuell in Venezuela. Was ist der Zweck Ihrer Reise? CH: Wir besuchen von der Gesellschaft für Frieden und internationale... weiter

Bayer wegen Pestizidexporten nach Brasilien in der Kritik

Leverkusen. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat den Bayer-Konzern bei seiner Hauptversammlung am 24. April aufgefordert, Verantwortung für die Gefährdung Indigener Völker durch in der EU verbotene Pestizide zu übernehmen und den Export dieser Pestizide zu stoppen. Die... weiter

Erste Weltkonferenz in Kolumbien zum Ausstieg aus fossilen Energien

Antwort auf die "mangelhafte" Abschlusserklärung der COP30 von 2025. Vertreter:innen von 54 Staaten und 2.600 Organisationen kommen zusammen
Santa Marta. Vom 24. bis 29. April findet in der kolumbianischen Hafenstadt Santa Marta die erste internationale Konferenz zum gerechten Ausstieg aus fossilen Brennstoffen statt. Es handelt sich um eine Initiative Kolumbiens und der Niederlande. Regierungsvertreter:innen aus... weiter

Agrargesetz soll Landkonflikte und Gewalt in Kolumbien reduzieren

Spezialisierte Gerichte und Kammern sollen Streit um Besitz und Nutzung klären. Regierung erwartet weniger Gewalt in betroffenen Regionen
Bogotá. Der Präsident von Kolumbien, Gustavo Petro, hat das Gesetz zur Agrargerichtsbarkeit (Jurisdiccion Agraria) verkündet. Die Regelung soll Bauern und ethnischen Gemeinschaften den Zugang zur Justiz bei Landkonflikten erleichtern und ist Teil der von der Regierung... weiter

Der geplante Untergang der argentinischen Industrie

Seit Mileis Amtsantritt 2023. Fertigung fällt um 7,9 Prozent laut UN. Sektorenübergreifend schlossen 22.000 Unternehmen. Bevölkerung zu arm zur Teilhabe an Wirtschaft
Buenos Aires. Seit Amtsantritt von Präsident Javier Milei und der Implementierung seiner Politik im Jahr 2023 hat Argentinien den weltweit zweitgrößten industriellen Rückgang verzeichnet. Basierend auf Daten der Vereinten Nationen schätzt die Beratungsfirma Audemus, dass der... weiter

Argentiniens Gericht stoppt 83 Artikel von Mileis Arbeitsreform

Gericht betont verfassungsrechtlichen Schutz von Arbeiterrechten. Zustimmung von Gewerkschaften, Kritik von regierungsnahen Stimmen. Ministerien wollen Gesetz verteidigen
Buenos Aires. Nach einer Klage des peronistisch orientierten Gewerkschaftsbundes CGT (Confederación General de Trabajadores) hat das Nationale Arbeitsgericht einen Großteil der im März vom Kongress beschlossenen Arbeitsmarktreform mit einer einstweiligen Verfügung außer Kraft... weiter