Nachrichten (Chile, Menschenrechte)

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Regierung von Chile will Bildungsetat um 15 Prozent kürzen

Dokument aus dem Finanzministerium sieht den Abbau von Programmen vor. Größter Posten ist die Schulspeisung. Lehrerverband, Opposition und Studierende protestieren
Santiago de Chile. Der chilenische Finanzminister Jorge Quiroz hat Einsparungspläne für das Bildungssystem vorgelegt, die im gesamten Bereich Einschnitte sowohl für Lehrende als auch für Schüler:innen und Studierende bedeuten könnten. Die geplanten Kürzungen sind auf breite Kritik... weiter

Apablaza taucht in Argentinien unter, Chile fordert Auslieferung

Früherem FPMR-Chef wird Mittäterschaft an Ermordung des Senators Guzmán im Jahr 1991 vorgeworfen. Asylstatus wurde 2026 aberkannt. Präsident Milei ordnete Ausweisung an
Santiago/Buenos Aires. Der seit 1993 mit seiner Familie in Argentinien lebende Chilene Galvarino Apablaza war spurlos verschwunden, als die argentinische Polizei ihn am vergangenen Mittwoch an seinem Wohnort in der Provinz Buenos Aires festnehmen wollte, um ihn nach Chile... weiter

Ultrarechte Regierung in Chile bremst Aufarbeitung der Diktatur

Enteignung von Colonia Dignidad ausgesetzt. Leitung des Suchplans für Verschwundene entlassen. Deutschland hält am Gedenkort fest
Santiago. Chiles neue Regierung hat die 2025 beschlossene Enteignung von Grundstücken der ehemaligen deutschen Sekte Colonia Dignidad ausgesetzt. Gleichzeitig wird der ebenfalls von der Vorgängerregierung von Gabriel Boric ins Leben gerufene Nationale Plan zur Suche nach Wahrheit... weiter

"Nicht einen Schritt zurück": Hunderttausende protestieren in Chile gegen kommende rechte Regierung

Kämpferische Demonstration am 8. März. Erster Widerstand gegen befürchtete Rückschritte der Regierung von Kast. Demonstrant:innen erinnern an Diktaturverbrechen und Verschwundene
Santiago. Mehr als eine halbe Million Menschen haben in Chile am Internationalen Frauentag in der Hauptstadt demonstriert. Am Mittwoch tritt der neue Präsident José Antonio Kast mit seiner ultrarechten Regierung das Amt an. Damit wird ein extremer Politikwechsel befürchtet. Am... weiter

Israelischer Soldat in Chile wegen Kriegsverbrechen angezeigt

Die Klage erfolgt im Namen der Hind Rajab Foundation. Dem Mann wird Beteiligung am Einsatz am Al-Schifa-Krankenhaus 2024 vorgeworfen. Beantragt sind Ermittlungen und ein Ausreiseverbot
Santiago de Chile. In Chile könnte erstmals ein israelischer Soldat wegen Kriegsverbrechen im Gazastreifen strafrechtlich verfolgt werden. Ein chilenischer Rechtsanwalt hat Klage gegen einen israelischen Soldaten eingereicht, der sich derzeit auf chilenischem Staatsgebiet aufhält.... weiter

Kast erntet in Chile Kritik am Kabinett mit Anwälten von Pinochet

Nach der Vorstellung seines Teams gerät der designierte Präsident in Chile unter Druck. Selbst aus dem rechten Lager gibt es Kritik an der Besetzung zentraler Posten
Santiago. Der zukünftige Präsident Chiles hat in der letzten Woche sein 24-köpfiges Kabinett für die Regierungsübernahme ab dem 11. März vorgestellt. Kritik gibt es von verschiedenen Seiten, auch wegen der Ernennung von zwei Anwälten von Ex-Diktator Augusto Pinochet zu Ministern.... weiter

Gericht in Chile spricht Polizeioffizier im Fall Gatica frei

Gustavo Gatica
Empörung nach Entscheidung. Crespo schoss 2019 mit Gummigeschossen, Gatica verlor das Augenlicht. Urteil erkennt Notwehr an
Santiago de Chile. Nach fünf Jahren Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft ist es in Chile zum Prozess gegen den Polizisten gekommen, der zur Erblindung von Gustavo Gatica geführt hat. Die Anklage lautete auf unrechtmäßigem und vorsätzlichem Angriff mit nicht letalen Waffen mit... weiter

Kasts Wahlsieg in Chile rückt Pinochets Erbe in den Fokus

José Antonio Kast setzte sich am 14. Dezember gegen Jeannette Jara durch. Anhänger feierten mit Bildern des ehemaligen Diktators
Santiago de Chile. Der Wahlsieg von José Antonio Kast gegen die Kommunistin Jeannette Jara am 14. Dezember hat den Wahlkampf beendet und markiert das Ende des sozialen Aufstands von 2019. Das Land, das noch im Oktober 2019 zu Millionen auf den Straßen gegen das Erbe der Diktatur... weiter

NGOs in Chile melden der UN Rückschritte bei Umwelt und Rechten

Schattenbericht deckt Missstände auf. Besonders gefährdete "Opferzonen" werden hervorgehoben
Santiago de Chile. Fünf Organisationen haben einen Schattenbericht vorgelegt. Er prangert einen besorgniserregenden Rückschritt bei der Gewährleistung der Menschenrechte in Chile sowie eine Vertiefung des extraktivistischen Modells an. Die staatliche Politik fördere Straflosigkeit... weiter