Nachrichten (Mittelamerika)

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Honduras: Werden Garífunas für Reality-Show "Survivor" vertrieben?

Der Staat ignoriert erneut ein Urteil des Interamerikanischen Gerichtshofs. Internationale Delegation dokumentiert schwere Übergriffe
La Ceiba/Tegucigalpa. Die Repression und gewaltsamen Übergriffe gegen afro-indigene Gemeinschaften in Honduras gehen weiter. Seit dem 14. September bedrängen Polizeieinheiten Bewohner:innen auf der Inselgruppe Cayos Cochinos, die gegen die Dreharbeiten einer Reality-Show... weiter

Investigativ-Medium Criterio in Honduras bedroht

Gestrichene Fördergelder und Verleumdungskampagne erschweren Arbeit. Spendenkampagne soll Fortbestand sichern
Tegucigalpa. Criterio ist eines der wenigen unabhängigen Medien in Honduras und beklagt eine Verleumdungskampagne sowie eine Serie von Attacken auf seine Inhalte. Menschenrechtsorganisationen befürchten, dass das Medium geschlossen werden soll. Hinzu kommt durch die Streichung von... weiter

Guatemala stellt Terrorverfahren gegen Indigene ein

Der Fall gegen vier indigene Autoritäten wurde am Freitag eingestellt. Auslöser des Verfahrens waren die Proteste von 2023. Grund für Einstellung wohl auch Neubesetzung der Justizorgane
Guatemala-Stadt/Totonicapán/Sololá. Richter Mynor Moto hat am Freitag in Guatemala den international stark beachteten Fall gegen vier indigene Autoritäten eingestellt. Luis Pacheco, Héctor Chaclán, Basilio Puac und Esteban Toc waren wegen "Terrorismus" und Mitgliedschaft in einer "... weiter

Nicaragua gegen Deutschland: Anhörung in Den Haag zu deutscher Unterstützung des Völkermords in Gaza

Managua wirft Berlin Beihilfe zum Völkermord in Gaza vor. Anhörung läuft vor IGH zur Zulässigkeit des Verfahrens
Den Haag. Vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag haben am Montag die Anhörungen im Verfahren Nicaraguas gegen Deutschland wegen dessen Waffenlieferungen an Israel begonnen. Während Deutschland die Klage aus formalen Gründen zurückweist, wirft Nicaragua der... weiter

UN-Experten fordern Stopp von Räumungsbefehlen und Vertreibungen in Honduras

Neue Gesetze bevorzugen die Agrarindustrie. Gewalt gegen Kleinbauern und eine Ernährungskrise werden befürchtet
Tegucigalpa. Experten der Vereinten Nationen (UN) haben sich in zwei Dokumenten an den Staat Honduras gewandt und die aktuelle Politik in Landfragen scharf kritisiert. Im Fokus stehen die Dekrete 107–2026 und 84–2026, die in den vergangenen Monaten in Honduras beschlossen wurden.... weiter

Nicaragua will mit Verfassungsreform Teile der Opposition ausschließen

USA und mehrere Regierungen in Lateinamerika kritisieren den Schritt. Managua verweist auf den Schutz der Souveränität
León/Managua. Das Parlament in Nicaragua hat in erster Sitzung einstimmig für Änderungen in der Verfassung gestimmt. Endgültig beschlossen werden diese erst in zweiter Lesung am 18. Januar 2027. Der Beschluss am Dienstag wurde in einer außerordentlichen Parlamentssitzung vor der... weiter

Expräsident von Honduras: Verurteilt, von Trump begnadigt und jetzt Verfahren eingestellt

Juan Orlando Hernández war wegen Betrugs und Geldwäsche angeklagt. Gericht in Tegucigalpa beendete Prozess wenige Tage nach Beginn. Anhänger der linken Libre kündigen Proteste an
Tegucigalpa. Nur wenige Tage nach Prozessbeginn hat ein Gericht in Tegucigalpa das Verfahren gegen den Expräsidenten von Honduras, Juan Orlando Hernández, eingestellt. Dies teilte der Sprecher der Justizbehörde, Carlos Silva, am Dienstag mit. Hernández war des Betrugs und der... weiter

Streit in Guatemala um neues Wassergesetz

Initiative soll Wasser als Menschenrecht definieren. 52 Prozent der Bevölkerung nutzen kontaminiertes Wasser. Indigene Organisationen sehen Bevorzugung des Privatsektors. Ministerin zurückgetreten
Guatemala-Stadt. In Guatemala ist ein politischer Konflikt um den Zugang zu Wasser entbrannt. Die sozialdemokratische Regierung von Bernardo Arévalo hatte Anfang August im Kongress die Gesetzesinitiative 6818 eingebracht, besser bekannt als ley de aguas (Wassergesetz). Die... weiter

"Front für Demokratie" will den Pakt der Korrupten in Guatemala stoppen

Keine Einigung im progressiven Lager. Präsident Arévalos sozialdemokratisches Umfeld gespalten
Guatemala-Stadt. Ein Bündnis in Guatemala will bei den Wahlen im Juni 2027 den möglichen Sieg undemokratischer und korrupter Kräfte verhindern. Der Zusammenschluss trägt den vielversprechenden Namen "Pacto Democrático por Guatemala. Unidad Nacional para la Democracia y la... weiter