Hintergrund & Analyse

Von Hard- zu Soft-Power

Der Kurswechsel der amerikanischen Kubapolitik: Die Kubanoamerikaner als politischer Faktor und diplomatischer Druck aus Lateinamerika ermöglichten eine historische Wende in der US-Außenpolitik gegenüber Kuba
In Havanna hat die Ankündigung Barack Obamas und Raúl Castros, die Vereinigten Staaten und Kuba würden zu normalen diplomatischen Beziehungen zurückkehren, Jubel ausgelöst. Die Menschen applaudierten, fielen einander in die Arme, weinten und zogen feiernd durch die Straßen. Überall in der Stadt... weiter

Kubanische Perspektiven

Unter welchen Bedingungen sich die kubanische Regierung auf die veränderten Beziehungen mit den USA einlässt und welche Folgen diese Politik für die sozialistische Karibikinsel haben kann
Die Anfang des Jahres 2014 eröffnete Kunstausstellung des kubanischen Musikers X Alfonso, die in Havannas Fábrica de Arte Cubano (Fabrik kubanischer Kunst) gezeigt wird, enthält eine Reihe von Fotomontagen, die eine mögliche Vision der Zukunft des sozialistischen Inselstaates darstellen: Zu sehen... weiter

Wenn Ungerechtigkeit zum Geschäft wird

In Ecuador wehrt sich eine Regierung gegen einen multinationalen Energiekonzern. Die Geschichte des Rechtsstreits Ecuador gegen Chevron-Texaco
Den Richterspruch von 2011, der die Firma Chevron-Texaco nach 20 Jahren Prozessdauer zur Zahlung von 9,5 Milliarden US-Dollar verurteilte, bestätigte der Oberste Gerichtshof Ecuadors im Jahre 2013. Trotzdem ist er immer noch nicht umgesetzt. In Ecuador hat Chevron keine Aktiva mehr, und in anderen... weiter

Stimmen zum venezolanischen Wirtschaftskrieg

Angehörige von Basiswegungen in Venezuela sprechen über die Gründe des Wirtschaftskrieges, ihre Strategien, mit denen sie der Situation begegnen, und die Lösungen, die sie vorschlagen
In Venezuela ist der Wirtschaftskrieg in vollem Gange. Wie gewohnt, werden in den großen internationalen Medien die Gründe dafür und weitaus komplexere, nuanciertere Meinungen derjenigen, die täglich mit den Problemen konfrontiert sind, nur ungenau oder verfälscht dargestellt. Der US-amerikanische... weiter

Eine lateinamerikanische Berlinale

Auf der diesjährigen Berlinale sind über 50 lateinamerikanische Filme zu sehen. Zehn Tage lang wird Berlin zur Spielstätte von Spiel- und Dokumentarfilmen aus aller Welt. Das lateinamerikanische Kino ist dieses Jahr in allen Programmsektionen der Berlinale stark vertreten
Auf der diesjährigen Berlinale werde man wohl mehr Spanisch als Deutsch sprechen, witzelte Festivaldirektor Dieter Kosslick auf der Pressekonferenz für ausländische Medien und bezog sich damit auf die starke Präsenz Lateinamerikas beim internationalen Filmfestival. Über 50 Filme und Produktionen... weiter

Der Seiltanz der fortschrittlichen Regierungen

Mit den Linksregierungen haben sich die Armutsparameter in Lateinamerika in den letzten zwei Jahrzehnten erheblich verbessert. Dennoch existiert in der Region weiterhin die größte soziale Ungleichheit der Welt
In Lateinamerika überwiegen heute, zur Mitte des zweiten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts, demokratische volksnahe Regierungen. Die Mehrheit wurde von linken Bewegungen oder Parteien gewählt. Fünf ihrer Staatschefs waren früher unter Diktaturen in der Guerilla aktiv: Dilma Rousseff in Brasilien,... weiter

Der Krieg geht weiter

Ein Bericht der Vereinten Nationen bestätigt, dass Kolumbien weiterhin eine Kriegsregion ist. Trotz der Friedensverhandlungen sterben täglich Menschen. Die Zahl der Vertreibungen und Kriegverbrechen bleibt hoch
“Kolumbien wählt den Frieden“. So titelten Medien auf der ganzen Welt zur Wiederwahl des kolumbianischen Präsidenten Santos im Juni 2014. Aber eine Mehrheit der kolumbianischen Bauern und Bewohner vor allem der ländlichen Regionen berichtet bereits seit Beginn der Friedensverhandlungen im November... weiter

Neuer Pragmatismus zwischen den USA und Kuba

Eine kritischer Ausblick auf die begonnenen Verhandlungen in Havanna
Nachdem US-Präsident Barack Obama das Scheitern der US-amerikanischen Kuba-Politik anerkannt hat, haben er und seine Amtsnachfolger nun die Möglichkeit, neue politische Strategien im Verhältnis zum sozialistischen Inselstaat zu verfolgen. Diese werden dem Ziel nach vielleicht nicht viel anders... weiter

Sozialdemokratischer Mainstream?

Bei ihrer Gründung sagten die FARC den kolumbianischen Großgrundbesitzern den Kampf an. Heute stehen radikale Agrarreformen nicht mehr auf der Agenda. Was Lateinamerikas bekannteste Guerilla heute ausmacht
Die Nachricht war eine Sensation. Nach sechsmonatigen Friedensgesprächen zwischen den FARC-Rebellen und der kolumbianischen Regierung gaben beide Seiten im Mai 2013 bekannt, sich im ersten der sechs Verhandlungspunkte, der "ländlichen Entwicklung", geeinigt zu haben. Die beschlossenen Maßnahmen... weiter

Schweben statt Stressen

Bolivien baut das größte urbane Seilbahnnetz der Welt. Wie bereits Städte in Venezuela, Brasilien und Kolumbien erhält La Paz ein Verkehrsmittel, das über den wild gewachsenen Siedlungen schwebt
Am 30. Mai 2014 eröffnete der bolivianische Präsident Evo Morales die "Linea Roja“ des Teléferico. Sie ist eine von insgesamt drei Seilbahnlinien, die künftig die beiden Städte La Paz und El Alto verbinden. Im September wurde die "Linia Amarilla" eingeweiht und am 4. Dezember ging die "Linea Verde... weiter

"Wir sind nicht ursprünglich von hier"

Eine Foto- und Videoreportage über Afrobolivianer zwischen Anerkennung, Monarchie und Diskriminierung. Die Gemeinden leben von der Landwirtschaft und kultivieren die Coca-Pflanze
Schotterstraßen, Serpentinen und steile Berghänge. Der 160-Einwohner-Ort Tocaña liegt rund drei Autostunden von La Paz entfernt im subtropischen Norden Boliviens. Die kleine Häusersiedlung erstreckt sich auf einem mächtigen grünen Hügel voller Vegetation: Lemongras und Lianen wuchern an den... weiter

Das Brasilien-Bild der deutschen Medien

Ein Gespräch zwischen Frederico Füllgraf und Harald Neuber über Medien in Brasilien, die deutsche Presse über Lateinamerika und die Regierung von Dilma Rousseff
Am heutigen 1. Januar tritt Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff eine neue Amtszeit an, nachdem Sie sich in der Stichwahl gegen den Konservativen Aécio Neves durchgesetzt hatte. Amerika21-Redakteur Harald Neuber sprach über die Wahlen, das deutsche Brasilien-Bild und die Medien mit Frederico... weiter

"Kuba beabsichtigt keinen Marktsozialismus"

Ein Interview mit ehemaligen kubanischen Wirtschaftsminister José Luis Rodríguez
José Luis Rodríguez, kubanischer Wirtschaftsminister von 1995 bis 2009, gehört zu den wenigen Experten der Insel, die eine systematische und rigorose öffentliche Analyse der aktuellen Transformationsprozesse vornehmen. In einem Land, das fast jeden Tag mit einem neuen, in der Gaceta Oficial... weiter

Kampf mit den Marktkräften

Die venezolanische Regierung zögert dringende wirtschaftliche Reformen weiter hinaus
Mit einem Gesetzespaket versucht der venezolanische Präsident Nicolás Maduro gegen die verfahrene wirtschaftliche Situation vorzugehen. Doch es bleibt ein Kampf gegen Windmühlen. Ohne eine grundlegende Reform des Wechselkurssystems sind die hohen Staatsausgaben kaum mehr zu finanzieren. Der... weiter

Geier auf der Jagd

Mit umstrittenen Methoden schröpfen die sogenannten Geierfonds weltweit finanziell angeschlagene Länder. Gegen den Widerstand Argentiniens mobilisieren die Chimären des Finanzkapitalismus ihr gesamtes Arsenal.
Unerwartet kamen sie nicht. Seit 2003 klopfte eine kleine Gruppe Hedgefonds mit ihren Schuldforderungen an die Türen Argentiniens. Die Regierungen des Landes ignorierten es jahrelang weitestgehend. Im Jahr 2012 traten die Hedgefonds die Tür schließlich ein, ihre Schuldscheine in der einen, einen US... weiter