Hintergrund & Analyse

Lateinamerika nach Chávez

Die historische Bedeutung von Venezuelas Präsident Hugo Chávez. Ein Nachruf von Luiz Inácio Lula da Silva, Präsident Brasliens von 2003 bis 2010
Die Geschichte wird berechtigterweise die Rolle bestätigen, die Hugo Chávez im Integrationsprozess Lateinamerikas gespielt hat. Ebenso wird sie die Bedeutung seiner 14-jährigen Amtszeit für die arme Bevölkerung Venezuelas bestätigen, wo er nun nach langem Kampf gegen seine Krebserkrankung... weiter

Venezuela nach Hugo Chávez

Der "Chavismus ohne Chávez" beginnt als ein Projekt, das von der zivilen Linken angeführt wird. Ob diese Tendenz von Dauer ist, hängt auch von ihrer Fähigkeit ab, repräsentative Funktionen im Staat auszufüllen
Die bolivarische Bewegung steht durch den Tod von Präsident Hugo Chávez vor einer historischen Zäsur. Nach 14 Jahren an der Regierung erweist sich ihr zentrales parlamentarisches Projekt, die "Vereinigte Sozialistische Partei" (PSUV), als erfolgreicher denn jemals zuvor. Der Wegfall ihrer zentralen... weiter

Die Revolution der Bürger

Ignacio Ramonet über den Wahlsieg der Bewegung Alianza País und ihres Präsidenten Rafael Correa
Ein verschuldetes und den internationalen Finanzorganismen unterworfenes Land, mit einer mittelmäßigen politischen Klasse, zersetzt von Korruption und verachtet von der öffentlichen Meinung, ein allgemeines Misstrauen allen Institutionen gegenüber, ein Staat ohne Währungssouveränität, mit einem... weiter

Unbefristeter Streik der Kaffeebauern in Kolumbien

In Kolumbien finden derzeit große Arbeitskämpfe statt. Neben dem Streik im Kohle-Bergbau kommt es seit einer Woche zu Auseinandersetzungen um das wichtigste kolumbianische Agrar-Erzeugnis: den Kaffee
Seit dem 25. Februar befinden sich die in der "Bewegung für die Würde des Kaffeebauers" zusammengeschlossen Kleinbauern in einem unbefristeten Streik. In einer landesweiten Mobilisierung fordern sie unter anderem einen gerechten und stabilen Abnahmepreis, einen Importstopp für Kaffee, die... weiter

Um in Freiheit zu lesen

Gespräch mit dem mexikanischen Schriftsteller Paco Ignacio Taibo II über sein Projekt "Para leer en Libertad", Leseförderung und historisches Bewusstsein, sowie die Pläne der aktuellen mexikanischen Regierung
Im Rahmen der Internationalen Buchmesse in Havanna stellten der mexikanische Schriftsteller Paco Ignacio Taibo II und Paloma Saíz das Projekt "Para leer en Libertad" (Um in Freiheit zu lesen) vor. Vor wenigen Wochen jährte sich die Gründung der Gruppe zum dritten Mal, was die beiden... weiter

Die Lage der lateinamerikanischen Linken

Der brasilianische PT-Politiker Valter Pomar analysiert die Bedingungen und Möglichkeiten der linken Wende in Lateinamerika: Das "offene Fenster" für Erfolge der Linken könnte sich schließen
Was hier ausgeführt wird, trifft heute häufig keine widerspruchsfreie politische Übersetzung in Ozeanien, Afrika, Europa und den Vereinigten Staaten. In Lateinamerika nehmen wir heute an dem Versuch teil, einen neuen sozialistischen Zyklus zu beginnen, an einer Debatte und praktischen Handlungen... weiter

"Es geht um weit mehr, als nur um die Löhne"

Jaime Deluquez, Vorstandsmitglied der Bergarbeitergewerkschaft Sintracarbon, zum Streik in der Kohlemine El Cerrejón in Kolumbien
Am 16. und 17. Februar besuchten drei Mitglieder des Aktionsbündnis Gegenstrom 13 die streikenden Bergarbeiter der kolumbianischen Gewerkschaft Sintracarbon und führten ein Interview mit dem Vorstandsmitglied Jaime Deluquez. Die Bergarbeiter der größten Tagebaumine der Welt, El Cerrejón im... weiter

Venezuela: "Schluss mit Geschenken"

Die Währungsabwertung wird keine großen Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung Venezuelas haben. Die Frage nach zukünftigen Alternativen zu einer erdölabhängigen Importökonomie bleibt unbeantwortet
Die Wirtschaft sei die größte Sorge des Präsidenten, erklärte Vizepräsident Nicolás Maduro anlässlich der jüngsten Währungsabwertung in Venezuela. Doch nicht nur Hugo Chávez, auch seine Kabinettsmitglieder scheinen aufgrund der Wirtschafts- und Finanzlage des Landes besorgt. Finanzminister Jorge... weiter

Lateinamerika und die Positionierung der Linken

Zwischen Extraktivismus und Buen Vivir. Ein Diskussionsbeitrag zu Ansätzen für den Umgang mit den aktuellen Transformationsprozessen in Lateinamerika
Wie verärgert und ungehalten die hiesigen Medien das Wahlergebnis vom 7. Oktober 2012 in Venezuela zur Kenntnis nahmen, zeigte sich einmal mehr in der FAZ, die in einem Kommentar am 17. Oktober meinte, dass "der Venezolaner Chávez der Garant für den Machterhalt (in Lateinamerika) ist". Doch – so... weiter

Medellín zehn Jahre nach der Operation "Orion"

Maurice Lemoine über die Entwicklung des Paramilitarismus in Kolumbien und seine Auswirkungen auf die Armenviertel von Medellín
Am 2. Dezember 1993 starb der berühmte und mächtige Chef des Drogenkartells von Medellín, Pablo Escobar, von Kugeln durchlöchert auf dem Dach eines Hauses im Viertel Los Olivos. Damit endete die jahrelange Verfolgung des Drogenbarons durch die militärische Elite-Einheit Bloque de búsqueda,... weiter

Ecuador vor den Wahlen

Die soziale und politische Landschaft Ecuadors am Vorabend der Wahlen 2013. François Houtart über den Zwischenstand eines Transformationsprojektes in Lateinamerika
Wie in allen lateinamerikanischen Ländern, dreht sich in Zeiten von Wahlen alles um Politik. Andere Aktivitäten werden vernachlässigt oder zu Wahlzwecken instrumentalisiert. In einer Zeit des tief greifenden Wandels, der sich in unterschiedlichen Richtungen vollziehen kann und bedeutende... weiter

Massenhaftes Schweigen und kämpferische Worte

Nach jahrelanger öffentlicher Zurückhaltung meldet sich die Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung (EZLN) in großem Stil zurück
Folgender Artikel stammt aus der am kommenden Wochenende erscheinenden Ausgabe 464 der Lateinamerika Nachrichten (Januar 2013). Am 21. Dezember 2012 haben sich die Zapatisten der mexikanischen Öffentlichkeit mit mehreren Schweigemärschen in Erinnerung gerufen. Mit Kommuniqués und zwei Briefen kurz... weiter

Kohleabbau und sozialer Konflikt in Kolumbien

Der Energie-Konzern Vattenfall will in Hamburg-Moorburg Steinkohle aus dem kolumbianischen Tagebau El Cerrejón verbrennen. Eine transnationale Produktionskette auf Kosten der lokalen wie der globalen Umwelt
Eine wesentliche Ursache des nun schon über 60 Jahre andauernden Bürgerkrieges in Kolumbien ist der Kampf um die Bodenschätze des Landes, ebenso wie der Konflikt um Land. Im Hintergrund stehen internationale Konzerne und streichen milliardenschwere Profite ein. Die Schmutzarbeit vor Ort lassen sie... weiter

Des kleinen Drachen Hinterland

In keiner Region hat die Republik China (Taiwan) so viele diplomatische Verbündete wie in Mittelamerika - ein kleiner historischer Überblick über eine weitgehend unbekannte Allianz
Die Republik China, vor allem bekannt unter seinem Namen Taiwan, ist international isoliert. Lediglich 23 international allgemein anerkannte Staaten erkennen Taiwan anstatt der Volksrepublik China an. Von diesen Staaten liegen zwölf in Mittel- und Südamerika. Das macht das westpazifische Taiwan zu... weiter

Der Prozess des Wandels – Bilanzen und Herausforderungen

Eine Bestandsaufnahme der bolivianischen Politik zum Jahreswechsel 2012-2013
Ungeachtet der verschiedenen Erfolge, Schwierigkeiten und Widersprüche, der sich die bolivianische Regierung in den vergangenen zwölf Monaten ihrer Regierungsführung ausgesetzt sah, war das Jahr 2012 für den "Prozess des Wandels" im Plurinationalen Staat Bolivien ein Jahr der Transformation. Und... weiter