Nachrichten (Kolumbien, Menschenrechte)

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Terror für Chiquita-Bananen

Bildmontage des Chiquita-Logos mit Maschinengewehr
Neue Dokumente belegen eine enge Zusammenarbeit zwischen US-Unternehmen Chiquita und rechten Paramilitärs in Kolumbien
Washington. Das US-Justizministerium hat offenbar Hinweise über eine direkte Zusammenarbeit zwischen dem Bananenproduzenten Chiquita Brands International und rechtsgerichteten Paramilitärs in Kolumbien wissentlich übergangen. Das geht aus umfangreichen Aktenbeständen hervor, die... weiter

Kritik an EU-Handel mit Kolumbien und Peru

Demonstration gegen Freihandelsabkommen
Wirtschaftsexperten: EU-Freihandelsabkommen bringt für Kolumbien und Peru Nachteile. Brüssel stellt Wirtschaftsbeziehungen vor Menschenrechte
Bogotá/Madrid. Ungefähr 200 internationale Organisationen haben sich gegen das Freihandelsabkommen der EU mit Kolumbien und Peru ausgesprochen. Mit der Unterzeichnung der Verträge stelle die EU ihre ökonomischen Interessen den Menschenrechten in den beiden Ländern voran, beklagte... weiter

Santos-Verbündeter in Massaker verwickelt

Särge mit Resten der Opfer des Massakers
Angeklagter Politiker soll in den achtziger Jahren Todesschwadrone gegründet haben. Santos Wahlkampagne wurde von ihm unterstützt
Bogotá. Der ehemalige kolumbianische Abgeordnete Carlos Pérez wurde zu Beginn dieser Woche vom Obersten Gerichtshof in Bogotá wegen eines Massakers an 43 Personen, das im Jahr 1988 im Dorf Segovia verübt wurde, vorgeladen. Pérez sei bei der Präsidentschaftskampagne ein Verbündeter... weiter

Problematische Landrückgabe an Vertriebene

Vertriebene in Kolumbien unzufrieden mit Gesetzentwurf zur Landrückgabe. Santos Entwicklungsplan fördert Landkonzentration
Bogotá. Diese Woche startete im kolumbianischen Parlament die Debatte über das "Gesetz zu Opfer und Land", das die Rückgabe geraubter Ländereien an Binnenvertriebene verspricht. Das "unverzichtbare Minimum" zu einer fairen Landrückgabe sei allerdings in dem Entwurf des Gesetzes... weiter

Uribe will "demokratische Sicherheit" verbreiten

Porfirio Lobo, Álvaro Colom, Álvaro Uribe und weitere
Álvaro Uribe gibt in Zentralamerika Tipps zur Verbrechensbekämpfung. Dem Ex-Präsidenten werden zahlreiche Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen
Guatemala-Stadt. Bei einem Treffen mit Bürgermeistern aus Zentralamerika hat der kolumbianische Ex-Präsident Álvaro Uribe am Montag Maßnahmen zur Verbesserung der öffentlichen Sicherheit vorgeschlagen. Um in Gemeinden, die von Gewalt und organisierter Kriminalität betroffen sind,... weiter

FARC lässt fünf Gefangene frei

Anwalt und Menschenrechtler Rodolfo Ríos
Solidaritätsaktion der Rebellen mit abgesetzter Senatorin Piedad Córdoba. Regierung Santos lehnt weiterhin humanitären Austausch ab
Bogotá. Das Verfahren zur Freilassung von fünf Gefangenen der FARC-Guerilla soll am Montag kommender Woche beginnen. Dies teilte das Internationale Komitee des Roten Kreuz (IKRK) unlängst mit. Freigelassen werden sollen drei Militäroffiziere und zwei Ratsmitglieder aus dem... weiter

Paramilitärs töteten für US-Firma Drummond

Demonstrant in den USA mit Plakat gegen Drummond
Bergbaukonzern beauftragte in Kolumbien Milizionäre zur Sicherung einer Eisenbahnlinie. Ex-Präsident Uribe missachtet Vorladung zum Prozess
Bogotá/Washington. Ein ehemaliges Mitglied rechtsgerichteter Paramilitärs in Kolumbien hat bezeugt, dass Todesschwadrone in der Vergangenheit im Auftrag des US-amerikanischen Bergbaukonzerns Drummond Kleinbauern getötet haben. Zum Ziel wurden Eigentümer kleiner Landparzellen, die... weiter

Protest gegen Nestlé in der Schweiz

Protestaktion gegen Nestlé
Demonstranten klären im Weihnachtsgeschäft über mutmaßliche Kontakte zu Paramilitärs auf. Konzern verweigert Dialog mit Betroffenen
Zürich/Bogotá. Die Solidaritätskoordination Schweiz-Lateinamerika, ein Zusammenschluss von Basisgruppen, hat am Samstag während des Weihnachtsverkaufs gegen die Politik des Schweizer Nahrungsmittelkonzerns Nestlé in Kolumbien protestiert. Vor Filialen der Nestlé-Firma Nespresso... weiter

Paramilitarismus mordet wieder in Kolumbien

Leiche des ermordeten Bauern wird abtransportiert
Bauernaktivist zu Tode gesteinigt. Opfer stand unter Schutz der Interamerikanischen Kommission für Menschenrechte
Bogotá. In der vergangenen Woche wurde erneut ein führender Aktivist der Bauernbewegung in Kolumbien von Paramilitärs ermordet. Óscar Maussa wurde von den Milizen an einen Baum gefesselt und zu Tode gesteinigt. Maussa stand an der Spitze einer Bewegung, die für die Wiedererlangung... weiter