Hintergrund & Analyse

Venezuela – zwischen dem angekündigten Kollaps und der Realität der Straße

Alle diskutieren über die Urheber der Krise, sehr wenige darüber, wie sie zu lösen ist
Hohe US-amerikanische Geheimdienstfunktionäre haben eine Reihe wichtiger Medien ihres Landes darüber informiert, dass Venezuela am Rande eines möglicherweise gewaltsamen Zusammenbruches steht. Eine politischen Implosion sei möglich, die von einem Verfall der wirtschaftlichen Bedingungen erzeugt... weiter

"Die Zeit für den Frieden hängt unmittelbar mit Lösungen für die Probleme der Gesellschaft zusammen"

Interview mit den Sprechern der Friedensdelegation der ELN, Pablo Beltrán und Antonio García
Mit Jubel vernahm das Land am 30. März die Ankündigung der öffentlichen Phase des Dialogs zwischen der Nationalen Befreiungsarmee (ELN) und der kolumbianischen RegierungAnfang Mai hat Präsident Santos den Beginn der Verhandlungen mit der ELN zurückgestellt, bis die Organisation alle Gefangenen... weiter

Eine andere Perspektive

Jacquelin Jiménez, Erzieherin und Ordensschwester aus Venezuela, berichtet über die Knappheit an Lebensmitteln, Medikamenten und anderen Grundbedarfsgütern
"Es braucht keine Flügel, um einen Traum zu verwirklichen, es reichen die Hände, es reicht das Herz,es reichen die Beine und das Engagement" (Aus einem Lied von Silvio Rodríguez) In den vergangenen Tagen haben mich immer wieder verschiedene Personen aus anderen lateinamerikanischen Ländern... weiter

Die falschen Erwartungen an die Verhandlungsstrategie in Venezuela

Birgt die Strategie des Dialogs das Risiko, die Errungenschaften aus 14 Jahren Regierungszeit unter Chávez außer Kraft zu setzen?
2016 riefen venezolanische Politiker beider Seiten des politischen Spektrums dringend dazu auf, einen nationalen Dialog zu etablieren. Ziel sollte sein, die gefährliche Eskalation der politischen Spannung im Land zu bremsen und die "nationale Versöhnung" zu erreichen. In der Regel verzichteten sie... weiter

Starre UN-Drogenpolitik – der US-Krieg gegen Rauschmittel geht weiter

Warum die globale Suchtpolitik nach der UN-Drogenkonferenz (UNGASS 2016) gefährlich und unfair bleibt
Als Chance für einen Kurswechsel in der internationalen Drogenpolitik wurde der dritten UN-Sondersitzung der Vereinten Nationen über Rauschmittel entgegengesehen. Nun hat die Weltgemeinschaft in New York über eine Lösung des Weltdrogenproblems beraten. Eine starke Reformbewegung, angeführt von... weiter

Sturm auf die Macht in Brasilien

In düsteren Zeiten wie diesen wäre das Schlimmste, was passieren könnte, die Verweigerung einer umfassenden Selbstkritik
Eine Clique von Banditen hat Brasiliens Präsidentschaft im Sturmangriff übernommen. Sie besteht aus drei Akteuren: Einerseits handelt es sich um eine größere Zahl von Parlamentariern (es sei daran erinnert, dass zwei Drittel von ihnen mit den schlimmsten Vorwürfen von Korruption belastet sind). Von... weiter

"Die Regierung versteht das Wesen dieser Krise nicht"

Der Ökonom Victor Álvarez über die wirtschaftliche Lage in Venezuela und notwendige Maßnahmen zur Überwindung der Krise
Welches sind die dringlichsten Maßnahmen, um aus der Krise herauszukommen? Die Regierung hat immer noch einen Handlungsspielraum für die Einführung eines Programms zur ökonomischen Stabilisierung mit sozialem Wohlstand, mit Maßnahmen, die positive Auswirkungen auf Wirtschaft und... weiter

Lebensmittel sind keine Ware

Die internationale Kleinbauern- und Landarbeiterbewegung Vía Campesina schlägt das Konzept der Ernährungssouveränität als Alternative zum Agrobusiness vor
Obwohl Regierungen seit Jahrzehnten auf internationaler Ebene Verträge angenommen haben, um einen Planeten zu schaffen, der eine würdige Versorgung für alle und jeden garantiert, stellt der Hunger weiterhin ein ungelöstes kritisches Thema dar. 1974 stellte die erste UN-Welternährungskonferenzhttp... weiter

Von Sturmgewehren und Menschenrechten

Die Bundesregierung will Mexikos Polizei und Militär noch enger als bisher unterstützen. Da mächtige eigene Interessen betroffen sind, spielen Menschenrechte keine Rolle
Kurz nach der Zusage neuer deutscher Hilfen für Polizei und Streitkräfte Mexikos werden schwere Vorwürfe gegen Regierung sowie Repressionskräfte des Landes laut. Wie es in einem soeben vorgelegten Ermittlungsbericht der Interamerikanischen Menschenrechtskommission (CIDH) heißt, gibt es nicht nur... weiter

Das Referendum in Venezuela nimmt seinen Lauf - die Destabilisierung und der Putsch auch?

Es ist kein Geheimnis, dass die Popularität Maduros weiterhin niedrig ist. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Glaubwürdigkeit der Opposition gestiegen wäre
Die Aktivierung des Amtsenthebungsprozesses gegen Präsident Nicolás Maduro wirft schwierige Szenarien auf, da bereits gegen Ende des Jahres auch Gouverneurs- und Bürgermeisterwahlen abgehalten werden müssten. Während die Opposition auf internationaler Ebene (ohne allzu großen Erfolg) darauf... weiter

Die Elite in Brasilien führt Krieg gegen die Grundlagen der Demokratie

Um zu verstehen was in Brasilien vor sich geht, muss man sehen, wer als Präsident und wer als Finanzchefs eingesetzt wird
Diesen Beitrag haben wir mit Erlaubnis von The Intercept übernommen, wo er  am 21. April 2016 erschien Für Außenstehende ist es in der aktuellen politischen Krise Brasiliens und mit Blick auf den laufenden Versuch, Präsidentin Dilma Rousseff zu stürzen - die bei ihrer Wiederwahl vor nur... weiter

Honduras als Experimentierfeld neoliberaler Utopien

Ökonomisch prosperierende und sichere, kurz: perfekte Städte sollen entstehen – die Charter Cities
Versagende Staaten könnten bald ungeahnte Anlagemöglichkeiten bieten. Das jedenfalls erwarten die Visionäre der sogenannten Charter Cities: In speziellen Zonen sollen Unternehmen den Platz von Regierungen einnehmen und ihre eigenen Regeln schaffen. Dieser wirtschaftsliberalistische Traum von einer... weiter

Das Entschärfen einer Massenvernichtungswaffe

Der US-amerikanische Ökonom Mark Weisbrot plädiert für eine Öffnung der Wechselkurse in Venezuela
Die venezolanische Regierung hat oft einen Wirtschaftskrieg beklagt, und natürlich macht dieser einen Teil der aktuellen Situation aus. Die primäre Massenvernichtungswaffe in diesem Krieg ist der Dollar-Schwarzmarkt. Es ist kein Zufall, dass die Hauptinformationsquelle für diesen Markt - die extrem... weiter

"Das Großkapital will die lateinamerikanische Integration zerstören"

Der Ökonom Ariel Noyola Rodríguez aus Mexiko im Gespräch mit dem brasilianischen Sozialwissenschaftler Theotonio dos Santos
Wenn es jemanden gibt, der eine Spur im ökonomischen Denken Lateinamerikas hinterlassen hat, dann ist es Theotonio dos Santos: ein brasilianischer Gesellschaftswissenschaftler, Hochschullehrer an der Staatlichen Universität von Río de Janeiro, Exponent der marxistischen Abhängigkeitstheorie und im... weiter

Deutschland sollte Mexikos Präsidenten zur Rechenschaft ziehen

Notwendige Hinweise zum morgen beginnenden Staatsbesuch von Enrique Peña Nieto in Deutschland
Enrique Peña Nieto, Mexikos Präsident, ist nicht derjenige, als der er sich präsentiert. Er ist kein demokratischer Politiker, der eine sich abkämpfende Nation repräsentiert, sondern ein autoritärer Führer, der bei seinem Volk zunehmend auf Ablehnung stößt. Anstatt Peña Nieto an diesem Montag, 11.... weiter