Hintergrund & Analyse (Mercosur-Länder)

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Auch Brasilien erhebt sich

Der Aufstand der Brasilianer kommt überraschend. Seine Ursachen wurden lange unterdrückt und überspielt
Die Movimento Passe Livre (MPL), die brasilianische Bewegung für den Freifahrschein, startete bereits vor zehn Jahren in Salvador, der Hauptstadt des Bundesstaates Bahia. Tausende Studenten legten eine Woche lang die Stadt lahm. Immer wieder gab es in der Folgezeit Protestaktivitäten zum Passe... weiter

Ein Jahr nach der Verstaatlichung der Erdölgesellschaft YPF

Argentinien ringt mit der Energiebranche. Die Förderung sinkt weiterhin und Energie-Importe belasten den Haushalt
Buenos Aires. Vergangene Woche erhielten verschiedene Firmen des argentinischen Gassektors eine E-Mail, in der sie aufgefordert wurden, dem Planungsministerium (Ministerio de Planificación Federal, Inversión Pública y Servicios) eine Abrechnung über ihre Geschäftsaktivitäten für... weiter

Rinderfarmen im Pekari-Land

Die Wälder der indigenen Ayoreo-Totobiegosode im nördlichen Teil des paraguayischen Chaco werden immer weiter zerstört
Sie sind die letzten Indigenen außerhalb der Amazonas-Region, die in freiwilliger Isolation leben. Der Chacowald, in dem die Ayoreo-Totobiegosode leben, wird aber immer weiter von Viehzuchtfirmen zerstört. Die Firma Carlos Casado S.A. sieht nichts Illegales in ihrem Handeln. Das Problem ist, dass... weiter

"Im Kampf gegen den Hunger muss Brasilien eine 180-Grad-Wende vollziehen"

Der ehemalige UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, Jean Ziegler, über das brasilianische Sozialprogramm Bolsa Familia und die Agrarpolitik des Landes
Nach zehn Jahren Bolsa Familia ist der Moment gekommen, an dem die brasilianische Regierung anerkennen muss, dass die Strategie im Kampf gegen den Hunger an seine Grenzen stößt und eine "Kehrtwende um 180 Grad" vollzogen werden muss, wenn Brasilien mit dem Hunger im Land tatsächlich Schluss machen... weiter

Das Ende von Besetzung und Selbstverwaltung

Mit der Räumung des Theatersaals "Sala Alberdi" endet ein Kampf um die unabhängige Kultur in Buenos Aires
In den Morgenstunden des 25. März 2013 war die Räumung nicht mehr abzuwenden. Die verbliebenden vier Besetzer mussten den Sala Alberdi im sechsten Stock des Kulturzentrums San Martín, im Zentrum der Stadt Buenos Aires, verlassen. Mit dem juristischen Beschluss zur Räumung und dem Durchgreifen der... weiter

Wahlprotest als Taktik

Die Konrad-Adenauer-Stiftung bestätigt die Qualität des venezolanischen Wahlsystems. Die Nicht-Anerkennung der Opposition dient der Delegitimierung der Regierung
Die Konrad-Adenauer-Stiftung (CDU) stuft die Proteste der venezolanischen Opposition gegen angebliche Wahlfälschungen als taktisches Manöver zur langfristigen Delegitimierung des neuen Präsidenten Nicolás Maduro ein. Aufgrund des sorgfältig geregelten Wahlprozesses seien Wahlfälschungen äußerst... weiter

Die Herausforderung an die bolivarische Revolution: von vorn beginnen

Der Tod von Hugo Chávez und der knappe Wahlsieg von Nicolás Maduro am 14. April bedeuten einen tiefen Einschnitt für den politischen Prozess in Venezuela
Reinaldo Iturriza ist Basisaktivist und Soziologe aus Venezuela. Er kommentiert in seinem Blog "Saber y Poder" (Wissen und Macht) die politischen Entwicklungen in Venezuela. Er hat unter anderem am Aufbau des Wahlbündnisses "Großer Patriotischer Pols" (GPP) mitgearbeitet. Am 21. April wurde er... weiter

Knappes Wahlergebnis und Putschgerüchte: Was passiert in Venezuela?

Brennende Straßenblockade
Nach den Wahlen am Sonntag ist die Lage in Venezuela angespannt
In Venezuela herrscht nach dem knappen Wahlsieg von Nicolás Maduro eine angespannte Stimmung. Der Montag war von Gewaltausbrüchen von Anhängern der Opposition geprägt, nachdem der Nationale Wahlrat (CNE) Nicolás Maduro offiziell zum Sieger erklärte. Aktivisten und Beobachter vor Ort sehen sich an... weiter

Vor großen Aufgaben

Wandbild mit Chávez
Nach dem Tod von Hugo Chávez steht die venezolanische Linke vor der Herausforderung, den Transformationsprozess ohne seine Integrationskraft fortzusetzen
Die Erfolge der "bolivarischen Revolution" in Venezuela sind ohne Zweifel kein alleiniges Verdienst von Hugo Chávez. Dennoch ist eine seiner wichtigsten Leistungen, diesen Veränderungsprozess maßgeblich mit initiiert, ihn geführt und mitgestaltet zu haben. Wenn Chávez eine Fähigkeit hatte, dann war... weiter

Die rechte Wut auf Lula

Luiz Inácio Lula da Silva
Brasiliens Rechte fürchtet die Popularität des vormaligen Präsidenten, Luiz Inácio Lula da Silva
Es war eine kurze Meldung, unter dem unscheinbaren Titel "Mitteilung an die Presse", die die Bundesstaatsanwaltschaft im Bundesdistrikt in Brasília am Freitag, dem 5. April, um 19:59 auf ihrer Internet-Seite veröffentlichte. In nur 83 Wörtern legte die Staatsanwaltschaft dar, dass sie "die... weiter

Wie Hugo Chávez zu Chávez wurde

Ignacio Ramonet über prägende Erfahrungen in der Kindheit und Jugend von Hugo Chávez
So wie ihn selbst, ändert es schließlich die EwigkeitStéphane Mallarmé, Le tombeau d`Edgar Poe (1877) Hugo Chávez, am vergangenen 5. März auf der Höhe seines politischen Erfolgs gestorben, wird im kollektiven Gedächtnis der Menschen in Lateinamerika für immer verbunden sein mit der kleinen Gruppe... weiter

Unkenrufe zu Venezuelas Währungsabwertung

Die neueste Abwertung der Währung in Venezuela zog Vorhersagen über einen ökonomischen Kollaps nach sich. Glücklicherweise entpuppt sich dies als Wunschdenken
Venezuelas neueste Abwertung hat relativ wenig Interesse in der internationalen Medienlandschaft erregt. Natürlich stellte die venezolanische Opposition diese als einen verzweifelten Versuch dar, einem unvermeidbaren wirtschaftlichen Zusammenbruch zu entgegnen. Das Argument der Opposition, von der... weiter

Mythen über Medien

Anders als die Berichterstattung über Venezuela vermittelt, ist das Medienangebot im Land selbst in den vergangenen Jahren stark angewachsen. Davon profitieren auch die privaten Medien
Der Beitrag stammt aus dem Dossier Nr. 7 der Lateinamerikanachrichten "Medien und Macht in Lateinamerika" von März 2013. "Dieses Medien-Dossier der LN will über die Hintergründe der lateinamerikanischen Berichterstattung informieren und gleichzeitig alternative Medien bekannter machen", schreibt... weiter

"Sing Compañero, sing, auf dass dein Lied nicht verstummt"

Der Tod von Hugo Chávez löste in Caracas eine Trauer aus, die in ihrem Ausmaß schwer zu erfassen ist. Ein Aktivist der Interbrigadas beschreibt seine Eindrücke
Am 5. März 2013 um 16.25 Uhr erlag Hugo Rafael Chávez Frias seinem Krebsleiden. Zweifelsohne kam die Nachricht nicht unerwartet über die Bevölkerung in Caracas und Venezuela. Und dennoch war bis zu diesem Moment schwer vorstellbar, was für Auswirkungen der Tod des Comandante haben würde. Caracas... weiter

Hugo Chávez: Das erste Regierungsjahr 1999

Die Entstehung der neuen Verfassung Venezuelas im Jahr 1999. Auszug aus der Hugo-Chávez-Biografie von Christoph Twickel
Die Präsidentenschärpe ist in den Nationalfarben Venezuelas gehalten: Gelb, blau und rot. Hugo Rafael Chávez Frías empfängt sie am Vormittag des 2. Februar 1999 aus den Händen des scheidenden Präsidenten Rafael Caldera. Chávez trägt einen dunklen Anzug und eine rote Krawatte. Rot ist die Farbe... weiter