Hintergrund & Analyse (Mercosur-Länder)

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Die Überbewertung ruiniert die nationale Produktion

Die Auswirkungen der Währungspolitik Venezuelas sind schlimmer als das gescheiterte Freihandelsabkommen Alca, so der Ökonom Víctor Álvarez
In Venezuela existieren seit 2003 strikte Devisen- und Kapitalverkehrskontrollen. Aktuell bestehen drei verschiedene offizielle Wechselkurse: Der des Außenhandelszentrums Concoex (früher: Cadivi) für prioritäre Importe vergebene Kurs von 6,3 Bolívar (Bs) pro US-Dollar ($), das Auktionssystem Sicad... weiter

Eine venezolanische Geschichte

Hugo Chávez und Amerika21.de-Kolumnist Ignacio Ramonet im Interview
In dem Interview-Band von Ignacio Ramonet wird klar, warum Hugo Chávez zum Kristallisationspunkt der Geschichte seines Landes wurde
Es gibt historische Momente, in denen die "katalysierende Wirkung einer einzelnen Person nötig" ist, "damit es zum Durchbruch kommt". Diese Person bildet "in dieser Lage ein wichtiges Bindeglied, weil ohne ihren Handlungswillen und ihr Charisma die Differenzen Oberhand gewinnen und die Dinge beim... weiter

Maduro und der Markt

Kann Venezuelas Präsident Maduro die bolivarische Revolution auf Kurs halten angesichts abstürzender Ölpreise und einer radikalisierten Opposition?
Es ist eine Ehrensache für die venezolanische Regierung, dass Präsident Nicolás Maduro trotz des tiefen Falls der Ölpreise und akuter Knappheit von Gütern Austeritätsmaßnahmen ausgeschlossen hat. In einem kürzlich vom früheren Vizepräsidenten José Vicente Rangel geführten Fernsehinterview erklärte... weiter

Nora Castañeda: "Wir wollen, dass die Frauen organisiert Präsenz zeigen"

Am Samstag verstarb Nora Castañeda, die Leiterin der Frauentwicklungsbank Venezuelas. Aus diesem Anlass veröffentlichen wir ein Gespräch mit ihr aus dem Jahr 2008
Die Ökonomin, langjährige Aktivistin der revolutionären Linken und der Frauenbewegung sprach mit Eva Haule und Martina Krause über die Arbeit der Banmujer, über Feminismus im revolutionären Prozess und ein "etc." Wie lebten die Frauen in Venezuela vor 1998, wie war ihre Situation vor dem... weiter

Regime-Change humanitär

Ein Kernelement der internationalen Kampagne gegen Venezuela besteht darin, die Urheberschaft für gewalttätige Übergriffe umzukehren. Dabei haben auch international angesehene Menschenrechtsorganisationen ihren Auftritt
Am 18. Dezember veröffentlichte der Journalist Sandro Benini im Schweizer "Tagesanzeiger" eine Großattacke auf die Parlamentarische Gruppe Schweiz-Alba, einen Zusammenschluss vorwiegend sozialdemokratischer und grüner Parlamentarierinnen und Parlamentarier, die aus einem solidarischen Interesse die... weiter

Der Fall Nisman und die "vergessenen" Wikileaks-Depeschen

Es ist erstaunlich ruhig geworden um den am 18. Januar tot aufgefundenen argentinischen Staatsanwalt Alberto Nisman. Denn die neuen Ermittlungsergebnisse passen nicht ins Narrativ der bürgerlichen Presse
Zuvor beherrschten Schlagzeilen die Titelseiten, die mehr oder weniger direkt die argentinische Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner für seinen Tod verantwortlich machten, und die rechte Opposition sowie relevante Teile des Justizapparates riefen zu Solidaritätsmärschen à la "Je suis Nisman"... weiter

Obama isoliert im "Hinterhof"

Mit den jüngsten Sanktionen hebt die US-Regierung die Konfrontation mit Venezuela auf eine neue Stufe
Die US-Regierung erklärt Venezuela kurzerhand zur "Bedrohung" und sorgt dafür, dass die Regierung von Nicolás Maduro Rückendeckung aus ganz Lateinamerika erhält. Der venezolanische Präsident lässt sich als Reaktion darauf vom Parlament erneut dazu bevollmächtigen, per Dekret zu regieren. Das Land... weiter

Das Abtreibungsverbot und seine tödlichen Folgen

In Brasilien ist – wie in vielen lateinamerikanischen Ländern – der Umgang mit unerwünschten Schwangerschaften stark umkämpft. Obwohl jedes Jahr zahllose Frauen an der Folgen einer illegalen Unterbrechung sterben, machen die großen Kirchen Stimmung gegen eine Ende des Abtreibungsverbots
Ende August 2014 schockierten Brasilien die Todesfälle von Jandira Magdalena dos Santos Cruz und Elizângela Barbosa. Beide Frauen waren um die 30 Jahre und Mütter von mehreren Kindern. Jandiras verbrannte Leiche wurde in einem verlassenen Auto in Rio de Janeiro gefunden. Die Hände und Füße... weiter

Venezuela (be)droht

Venezuela droht mit dem Beispiel: dass ein Land die Rohstoffe und die Schwerindustrie auf demokratischen Wegen zum Nutzen seiner Bevölkerung einsetzen kann
1 Wie kann Venezuela für eine "außerordentliche und außergewöhnliche Gefahr für die nationale Sicherheit und Außenpolitik der USA" gehalten werden? Wir sind ein mittelgroßes Land mit bescheidener industrieller Entwicklung, konventioneller Bewaffnung, einer moderaten Anzahl an... weiter

Fall Nisman entfacht die Forderung nach Wahrheit

Im Fall des toten Staatsanwaltes geht der Verdacht in viele Richtungen. Er ermittelte gegen die Regierung wegen mutmaßlicher Verschleierung der Beteiligung von Iranern am AMIA-Attentat. Forderungen nach Aufklärung und Rechtsstaatlichkeit werden laut
Der Fall des toten Staatsanwalts Alberto Nisman ist nicht weniger undurchsichtig als die von ihm ermittelte Strafsache selbst. Bis zu seinem Tod am 18. Januar untersuchte er die mutmaßliche Verstrickung der Regierung in das AMIA-Attentat. 2004 war er vom damaligen Präsidenten Néstor Kirchner (2003-... weiter

Stimmen zum venezolanischen Wirtschaftskrieg

Angehörige von Basiswegungen in Venezuela sprechen über die Gründe des Wirtschaftskrieges, ihre Strategien, mit denen sie der Situation begegnen, und die Lösungen, die sie vorschlagen
In Venezuela ist der Wirtschaftskrieg in vollem Gange. Wie gewohnt, werden in den großen internationalen Medien die Gründe dafür und weitaus komplexere, nuanciertere Meinungen derjenigen, die täglich mit den Problemen konfrontiert sind, nur ungenau oder verfälscht dargestellt. Der US-amerikanische... weiter

Das Brasilien-Bild der deutschen Medien

Ein Gespräch zwischen Frederico Füllgraf und Harald Neuber über Medien in Brasilien, die deutsche Presse über Lateinamerika und die Regierung von Dilma Rousseff
Am heutigen 1. Januar tritt Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff eine neue Amtszeit an, nachdem Sie sich in der Stichwahl gegen den Konservativen Aécio Neves durchgesetzt hatte. Amerika21-Redakteur Harald Neuber sprach über die Wahlen, das deutsche Brasilien-Bild und die Medien mit Frederico... weiter

Kampf mit den Marktkräften

Die venezolanische Regierung zögert dringende wirtschaftliche Reformen weiter hinaus
Mit einem Gesetzespaket versucht der venezolanische Präsident Nicolás Maduro gegen die verfahrene wirtschaftliche Situation vorzugehen. Doch es bleibt ein Kampf gegen Windmühlen. Ohne eine grundlegende Reform des Wechselkurssystems sind die hohen Staatsausgaben kaum mehr zu finanzieren. Der... weiter

Geier auf der Jagd

Mit umstrittenen Methoden schröpfen die sogenannten Geierfonds weltweit finanziell angeschlagene Länder. Gegen den Widerstand Argentiniens mobilisieren die Chimären des Finanzkapitalismus ihr gesamtes Arsenal.
Unerwartet kamen sie nicht. Seit 2003 klopfte eine kleine Gruppe Hedgefonds mit ihren Schuldforderungen an die Türen Argentiniens. Die Regierungen des Landes ignorierten es jahrelang weitestgehend. Im Jahr 2012 traten die Hedgefonds die Tür schließlich ein, ihre Schuldscheine in der einen, einen US... weiter

Wirtschaftsliberal oder sozial?

Bei den jüngsten Wahlen hat die sozialreformerische PT die städtischen Wahlbezirke an die wirtschaftsliberale Opposition verloren. In der Kritik steht die Regierung bei den neuen Mittelschichten
In diesem Jahr gingen die Wähler in sieben der 22 Länder Lateinamerikas an die Urnen. Brasilien galt dabei – als sechstgrößte Volkswirtschaft weltweit und Land der Region mit der größten Wahlbevölkerung – als Gradmesser für die Zufriedenheit mit dem linkspolitischen Kurs der letzten Dekade. Bei den... weiter