Nachrichten (Kolumbien, Menschenrechte)

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Justiz für den Frieden in Kolumbien auf der Kippe

Verfassungsgerichtshof und Senat ändern Justiz für den Frieden. Senat lehnt Richter mit Menschenrechtserfahrung ab. Friedensanhänger und Linke empört
Bogotá. Das kolumbianische Verfassungsgericht hat in der vergangenen Woche die Sonderrechtsprechung für den Frieden (JEP) stark modifiziert und dann abgesegnet. Der Senat seinerseits hat am Folgetag das entsprechende Gesetz mit tiefgreifenden Veränderungen verabschiedet. Diese... weiter

Präsidentschaftskandidat Petro in Kolumbien beklagt Verfolgung

Zeugen enthüllen Pläne über geplante Festnahme von linkem Oppositionspolitiker. Rechter Kandidat soll dafür Kontrollbehörde missbraucht haben
Bogotá. In Kolumbien soll der Präsidentschaftskandidat der rechtsgerichteten Partei "Cambio Radical", Germán Vargas, den Generalstaatsanwalt des Landes aufgefordert haben, seinen linken Konkurrenten Gustavo Petro in Untersuchungshaft zu nehmen. Es gehe offenbar darum, ihn im... weiter

Starke Repression bei Mobilisierung der Indigenen in Kolumbien

Einhaltung von Vereinbarungen durch die Regierung Santos gefordert. Schusswaffeneinsatz gegen Protestierende. Indigene Schutztruppe nimmt 17 Polizisten fest
Bogotá. Die Sicherheitskräfte in Kolumbien haben eine landesweite einwöchige Mobilisierung von 100.000 Indigenen mit unkonventionellen und tödlichen Waffen massiv attackiert und dabei mindestens 40 Verletzte hinterlassen. Dies berichtet die nationale Organisation der Indigenen (... weiter

Gesetzgebung für die Friedensjustiz in Kolumbien auf der Kippe

Zeit für Erlass der Friedensgesetze durch Eilverfahren endet in einem Monat. Kongress bremst. Internationaler Strafgerichtshof kritisiert Übergangsjustiz
Bogotá. Auch über ein Jahr nach der Unterzeichnung des Friedensabkommens in Kolumbien hat der Kongress die Übergangsjustiz für den Frieden (JEP) noch nicht reglementiert, obwohl die Zeit des dafür genehmigten Sonderverfahrens in vier Wochen ablaufen wird. Die JEP soll schwere... weiter

Regierung militarisiert den Süden Kolumbiens nach Massaker im Kokagebiet

Bauernorganisationen wollen Programme zur Ersetzung des Kokaanbaus statt Militärpräsenz. Gewaltsame Koka-Vernichtung entspricht Anweisungen aus Washington
Bogotá. Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos hat die Entsendung von 6.500 Militärs und Polizisten in den südwestlichen Landkreis Tumaco angekündigt. Dort hatten mutmaßlich Antidrogen-Polizisten am 5. Oktober mindestens sieben Kleinbauern bei einem Protest gegen die Vernichtung... weiter

Erneut Mitglieder der Farc-Partei in Kolumbien ermordet

Bedrohung durch Paramilitärs frühzeitig gemeldet. Keine staatlichen Schutzmaßnahmen. Streik für Umsetzung des Friedensvertrages geplant
Bogotá. In Kolumbien sind sechs Mitglieder der neuen Linkspartei "Alternative Revolutionäre Kraft des Volkes" (Farc) am 16. Oktober im Department Nariño ermordet worden. Die Taten geschahen in unmittelbarer Nähe einer Zone für Ausbildung und Eingliederung von Ex-... weiter

Kolumbien: Weiterer politischer Mord nach Massaker in Tumaco

Untersuchungen zu Massaker schleppend. Über 70 Familien flüchten vor staatlichen Kräften. Mord an Sprecher von Gemeinderat
Cali. Kaum zehn Tage nach dem Massaker in der Nähe der Pazifikstadt Tumaco haben vermutlich kolumbianische Streitkräfte einen weiteren Zivilisten ermordet. José Jair Cortés war Mitglied des Gemeinschaftrats von Alto Mira und Frontera im südlichen Department Nariño. Am 17. Oktober... weiter

Hauptverfahren in Kolumbien gegen Bruder von Ex-Präsident Uribe wegen Paramilitarismus

Anklage wegen Mord und Bildung einer kriminellen Vereinigung. Gerichtshof erkennt nur wenige Beweismittel an. Sieben von zwölf Zeugen ermordet
Bogotá. Die Gerichtsverhandlung gegen den Großgrundbesitzer Santiago Uribe wegen Paramilitarismus hat begonnen. Die Staatsanwaltschaft hatte im Juni die Anklage wegen Mord und Bildung einer kriminellen Vereinigung trotz Einspruch der Verteidigung bestätigt. Es sei eine "belegte... weiter

Staatliche Einsatzkräfte in Kolumbien verüben erneut Massaker

Militär und Polizei töten neun Kleinbauern und verletzen 18 weitere schwer. Proteste sozialer Bewegungen in mehreren Städten für Sicherheit und Recht auf Leben
Tumaco, Kolumbien. Ein Jahr nach der Zuerkennung des Friedensnobelpreises an den amtierenden Präsidenten Kolumbiens, Juan Manuel Santos, haben unter seinem Befehl stehende Militär- und Polizeieinheiten ein weiteres Massaker an der Zivilbevölkerung begangen. Am vergangenen... weiter

Weiter hohe Anzahl ermordeter Aktivisten in Kolumbien

Weiter Gewalt in Kolumbien
Auch Farc beklagen weiteres Todesopfer in Staatsgewahrsam. ELN-Guerilla sieht sich Vorwürfen ausgesetzt, Gewalt gegenüber indigener Bevölkerung auszuüben
Bogotá. Gewalt und Morde gegen Anführer und Aktivisten sozialer Organisationen nehmen im Jahr 2017 noch immer nicht ab. Ein Abgleich der Zahlen mit den vergangenen Jahren widerlegt die Annahme, dass in Kolumbien ein wirklich gewaltfreier Frieden näher rückt. Auch die sich im... weiter