Nachrichten (Kolumbien, Menschenrechte)

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Morddrohungen gegen Medien-Mitarbeiter in Kolumbien

Telesur auch betroffen. Sabotage des Friedensdialoges und Recherchen zu Paramilitarismus in Venezuela gelten als Motiv. Geheimdienste möglicherweise verwickelt
Bogotá. In einem elektronischen Kommuniqué, dessen Absender sich als Bloque Capital der Águilas Negras (Hauptstadtblock der Schwarzen Adler) vorstellt, werden die Mitarbeiter des lateinamerikanischen Fernsehsenders Telesur, des öffentlichen linken Fernsehkanals "Canal Capital" aus... weiter

Militärjustiz siegt vorerst bei Debatte in Kolumbien

Santos-Regierung versucht erneut, Justizreform zugunsten des Militärs einzuführen. "Falsos positivos" könnten bei Militärgerichten landen
Bogotá. Die erste Senatskommission hat einer Rechtsvorschrift zur Erweiterung der Militärgerichtsbarkeit mit acht gegen vier Stimmen zugestimmt. Die Abstimmung fand vergangene Woche im Rahmen der ersten von acht Debatten statt, die vor einer endgültigen Entscheidung der Legislative... weiter

Minenunternehmen müssen indigenes Gebiet verlassen

Nach Gerichtsurteil muss Kolumbiens Regierung 50.000 Hektar Land an eine Embera Katío-Gemeinde zurückgeben. Auch Anglogold Ashanti muss gehen
Bogotá. Erstmals hat ein Gericht in Kolumbien die Regierung angewiesen, Bergbauunternehmen, die Gold im Nordwesten von Kolumbien abbauen, aus der Region zu verweisen. Das Land der indigenen Gemeinde der Embera Katío müsse  zurückgeben werden. Die Gemeinde war durch die... weiter

Anschläge auf Friedensprozess in Kolumbien

Menschenrechtsaktivisten erneut bedroht. Todeslisten per E-Mail. Senat soll Verbindungen von Ex-Präsident Uribe zu Paramilitärs untersuchen.
Bogotá. Das Büro des Hochkommissars für Menschenrechte der Vereinten Nationen in Kolumbien hat neue Todesdrohungen gegen Friedens- und Menschenrechtsaktivisten in dem südamerikanischen Land verurteilt und seine "größte Besorgnis" ausgedrückt. Verschiedene kolumbianische Medien... weiter

Prekäre Menschenrechtslage in Kolumbien belegt

Delegationsreise besucht mehrere Dörfer im Südwesten des Landes. Bericht von Anwohnern dokumentiert Probleme und Passivität des Staates
Bogotá. Menschenrechtsaktivisten in Kolumbien haben im Südwesten des Landes mehrere Gemeinden besucht, um Beweise und Augenzeugenberichte zusammenzutragen, die Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht belegen. "Kolumbiens Regierung spricht vom 'Post-Konflikt' während sie im Süden... weiter

Konfliktopfer sprechen mit FARC und Regierung

UN-Vertreter: "Weltweit einmaliger Vorgang". Opfer betonen Wichtigkeit des Treffens und aufrichtige Reue der FARC
Havanna/Bogotá. Im Rahmen der Friedensgespräche zwischen der FARC-Guerilla und der kolumbianischen Regierung sind erstmals auch Opfer des Konfliktes angehört worden. Eine erste Delegation von 12 Betroffenen war dafür am vergangenen Samstag nach Havanna gereist, um Zeugnis abzulegen... weiter

Dutzende Paramilitärs in Kolumbien bald in Freiheit

Bekannter Bandenchef trotz nachgewiesener Verbrechen freigelassen. Andere Milizionäre könnten folgen. Proteste von Menschenrechtsorganisationen
Bogotá. In Kolumbien ist der ehemalige Anführer des Paramilitär-Verbandes Autodefensas Unidas de Colombia (AUC) in der Region Cauca , José de Jesús Pérez Jiménez alias "Sancocho" aus dem Gefängnis entlassen worden. Menschenrechtsorganisationen übten scharfe Kritik an der... weiter