Nachrichten (Südamerika)

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Blick auf COP30: Studie benennt Geldgeber für Extraktivismus in Lateinamerika

Urgewald nennt Banken und Investoren hinter neuen Öl- und Gasprojekten. 138,5 Milliarden Dollar Kredite seit 2022. 92 Prozent aus dem Ausland. Banco Santander vorn, Deutsche Bank mit 3,4 Milliarden
Berlin/Belém. Fünf Wochen vor dem UN-Klimagipfel in Belém (COP30) zeigt eine neue Studie der deutschen NGO Urgewald das Ausmaß der Öl- und Gasexpansion in Lateinamerika und der Karibik und benennt die Banken sowie Investoren, die diese Expansion ermöglichen. Die Ergebnisse wurden... weiter

Amnestie für Bolsonaro in Brasilien unwahrscheinlich

Senat verwirft Projekt zur Ausweitung der Immunität. Hunderttausende demonstrieren landesweit. Lula kündigt Veto gegen Vorlage zur Straffreiheit an
Brasília. Der brasilianische Senat hat letzte Woche ein Projekt zur Erweiterung der Immunität für Parlamentarier zurückgewiesen. Gegen dieses Gesetz und gegen den Amnestievorschlag für die Teilnehmenden am versuchten Staatsstreich vom 8. Januar 2023 sind am letzten Wochenende... weiter

Generalstreik in Ecuador: Polizei und Militär gehen gewaltsam vor

Conaie mobilisiert seit Montag landesweit. Auslöser ist Abschaffung der Dieselsubventionen. Regierung spricht von "terroristischen Akten" und will "nicht verhandeln"
Quito. In Ecuador spitzt sich die soziale und politische Krise nach der abrupten Abschaffung der Dieselsubventionen weiter zu. Die indigene Dachorganisation Conaie ruft seit Montag zu einem landesweiten und unbefristeten Generalstreik auf. Inzwischen haben sich nicht nur Gemeinden... weiter

Busstreit in Peru um Machu Picchu lässt Tausende stranden

Streiks und Proteste stoppen Betrieb eine Woche lang. Hoher wirtschaftlicher Schaden. Übergangsabkommen steht, endgültige Lösung offen
Cusco. In Peru ist der Zugang zur Inkastadt Machu Picchu seit Mitte September durch einen Streit um den Transport mit Bus und Bahn massiv beeinträchtigt worden. Wochenlange Proteste, Blockaden und Streiks legten die wichtigste touristische Route des Landes lahm und führten zu... weiter

Sondergericht in Kolumbien verurteilt FARC-Spitze zu gemeinnütziger Arbeit

Urteil gegen sieben ehemalige Kommandeure des Sekretariats der Guerilla. Keine Haft, UN überwacht Umsetzung. 450 Morde an Unterzeichnern des Friedensabkommens
Bogotá. Die Sondergerichtsbarkeit für den Frieden (JEP) in Kolumbien hat am 16. September das Urteil gegen ehemalige Mitglieder des letzten Sekretariats der aufgelösten FARC-EP (Bewaffnete Revolutionäre Streitkräfte-Armee des Volkes) verkündet. Die Angeklagten, sieben ehemalige... weiter

US-Militärpräsenz in der Karibik: Venezuela antwortet mit umfassendem Militärmanöver

Umfragen melden starken Rückhalt für Maduros Regierung. In den USA lehnt eine Mehrheit ein militärisches Eingreifen in Venezuela ab
Caracas. Als Antwort auf die erhöhte Militärpräsenz der US-Streitkräfte nahe der venezolanischen Hoheitsgewässer (amerika21 berichtete) hat das venezolanische Militär in der vergangenen Woche auf der Insel La Orchila ein mehrtägiges Militärmanöver durchgeführt. Die ca. 43... weiter

Kolumbien: Regierung beginnt in Doha Gespräche mit krimineller Gruppe Clan del Golfo

Erste Vereinbarungen getroffen. Clan lehnt Begriff Paramilitär ab. Kein Waffenstillstand, Militäroffensive läuft weiter
Bogotá/Doha. Im Rahmen ihrer Friedenspolitik hat die kolumbianische Regierung in Doha, Katar, die erste Gesprächsrunde mit der kriminellen Vereinigung Clan del Golfo geführt. Ziel des Verhandlungsprozesses ist die Entwaffnung dieser kriminellen Organisation, die sich selbst "Gaitán... weiter