Nachrichten (Südamerika)

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Kolumbien: Petros Rede zur Entwicklungshilfe verärgert Macron bei Sevilla-Konferenz

Petro kritisiert Rechtsradikalisierung im globalen Norden und warnt vor marktbasierten Lösungen für die Klimakrise. Macron fordert "Respekt"
Sevilla. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat sich bei der vierten UN-Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung in Sevilla deutlich gegen die Kritik des kolumbianischen Präsidenten Gustavo Petro am globalen Norden gewandt. In einem der hochrangigen Foren der Sevilla-Konferenz... weiter

Erstmals übernimmt in Suriname eine Frau das höchste Staatsamt

Jennifer Geerlings-Simons ist keine Unbekannte in der surinamischen Politik. Sie will Korruption bekämpfen und die Staatsfinanzen sanieren
Paramaribo. Jennifer Geerlings-Simons übernimmt heute das Präsidentenamt Surinames. Die 71-Jährige wurde am 6. Juli ohne Gegenkandidaten mit klarer Mehrheit von der Nationalversammlung gewählt. Nun führt die erfahrene Politikerin ein Land, das unter hohen Schulden, Inflation und... weiter

Chile enteignet Colonia Dignidad und plant Gedenkstätte

Areal der Colonia Dignidad soll Erinnerungsort werden. Enteignung per Dekret beschlossen. Verbleib der letzten Siedlungsangehörigen ist nicht geklärt
Santiago. Die chilenische Regierung hat am vergangenen Montag per Dekret die Enteignung der ehemaligen deutschen Sektensiedlung Colonia Dignidad eingeleitet. Präsident Gabriel Boric hatte das Vorhaben bereits im März angekündigt. Ziel der Maßnahme ist es, das Areal in einen... weiter

Perenco verliert in Kolumbien Vermögen wegen mutmaßlicher Zahlungen an Paramilitärs

Generalstaatsanwaltschaft beschlagnahmt Vermögen des britisch-französischen Unternehmens. Fonds zur Entschädigung von Betroffenen paramilitärischer Gewalt
Bogotá. Die Staatsanwaltschaft in Kolumbien hat zum ersten Mal das Vermögen eines internationalen Konzerns eingezogen, der während des internen bewaffneten Konflikts illegale Gruppen finanziert haben soll. Im Rahmen der seit zehn Jahren andauernden Demobilisierung der größten... weiter

Indigene in Argentinien: Über 200 Jahre "relativer Unabhängigkeit"

Gedenken an die Befreiung von der spanischen Krone im Jahr 1816. Beteiligung indigener Gemeinschaften am Befreiungskampf bleibt unerwähnt. Bis heute erfahren indigene Menschen Repression und Missachtung ihrer Rechte
Buenos Aires/Humahuaca. Argentinien hat am 9. Juli, dem Unabhängigkeitstag, auch außerhalb der Hauptstadt Buenos Aires mit offiziellen Feierlichkeiten an die Befreiung von der spanischen Kolonialherrschaft erinnert, etwa in Humahuaca in der Provinz Jujuy. Die Kleinstadt mit rund... weiter

BRICS+-Staaten fordern in Brasilien mehr Einfluss und globale Klimahilfen

Drei zentrale Themen beim Gipfeltreffen: Klimawandel, Gesundheit, Künstliche Intelligenz. Teilnehmer fordern mehr Gewicht des Globalen Südens im UN-Sicherheitsrat
Río de Janeiro. Am 6. und 7. Juli hat das 17. Gipfeltreffen der BRICS+ Staaten in Brasilien stattgefunden. Die Teilnehmer fordern mehr Gewicht des Globalen Südens in der internationalen Politik. Konkret verlangen sie eine relevantere Rolle Brasiliens und Indiens im Sicherheitsrat... weiter

Brasilien: Luxusmarken nutzen Leder aus illegaler Viehzucht in Pará

Rinderzucht bleibt Hauptursache für Regenwaldabholzung. Indigene Gebiete betroffen. Firmen missachten Vorschriften. Chanel und Gucci werden in Studie erwähnt
Belém. Die Lieferketten verschiedener Luxusmodemarken beziehen Leder aus illegaler Viehzucht in der Amazonasregion. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der britischen NGO Earthsight. Besonders betroffen ist Pará, mit circa 1,25 Millionen Quadratkilometern der flächenmäßig... weiter